Ausstellungsaufbau: Das studentische Ausstellungsteam – Martin Duncker, Maia Ernst und Thomas Moutsios (v.l.) – mit einer Abbildung von Clara Wiecks Vater Friedrich. Das vierte Mitglied des Ausstellungsteams, Mai Anne Nguyen, hat fotografiert.

Keine andere Künstlerin des 19. Jahrhunderts hat das romantische Konzertleben so entscheidend beeinflusst wie die in Leipzig geborene Pianistin Clara Schumann.

Schon in jungen Jahren faszinierte sie als Wunderkind und wird in ganz Europa als Klaviervirtuosin gefeiert. Bis ins hohe Alter blieb sie eine der prägendsten und erfolgreichsten Künstlerinnen ihrer Generation. Dieser bedeutenden Persönlichkeit widmen Studierende des Bachelorstudienganges Museologie an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig eine Ausstellung, die sie selbst konzipiert und gemeinsam mit dem Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig entwickelt und umgesetzt haben.

Drei Facetten von Clara Schumanns bewegtem Leben greift diese Ausstellung auf: ihre musikalischen Wurzeln in Leipzig, die Künstlerehe mit Robert Schumann und letztlich ihr Wirken als Virtuosin am Klavier, das stets die Konstante in ihrem Leben blieb. „Unsere Lehre soll möglichst praxisnah sein und den Studierenden die Komplexität der Ausstellungsplanung in Museen vor Augen führen“, erläutert Gisela Weiß, Modulverantwortliche und Professorin im Studiengang Museologie.

Grundlage dieses hochschulübergreifenden Modellprojekts war der Ertrag eines Master-Seminars der Musikwissenschaft an der Universität im vergangenen Wintersemester über den Leipziger Klavierbau zur Zeit Clara Schumanns. „Auf diese Weise ist es wunderbar gelungen, die Studiengänge beider Hochschulen kreativ miteinander zu verzahnen“, so Prof. Dr. Josef Focht, Professor für Organologie und Direktor des Musikinstrumentenmuseums der Universität Leipzig.

Die Ausstellung im Musikinstrumentenmuseum, Johannisplatz 5–11, wird am morgigen Donnerstag um 17 Uhr eröffnet und ist bis zum 5. Januar 2020 zu sehen. Dazu werden im Grassimuseum regelmäßige Themenführungen über Clara Schumann, den Leipziger Klavierbau oder die Netzwerke bedeutender Musiker-Familien angeboten. PM

Zur Eröffnung der Ausstellung sind alle Interessierten eingeladen. Der Eintritt ist frei.

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