Unter den zahlreichen Formen des Umgangs mit Geschichte erscheint es sinnvoll, auch ein gegenständliches Erinnern an die Vergangenheit zu organisieren.
Unter dieser Prämisse hat sich eine Arbeitsgruppe „Dorfgeschichte“ im Verein „Gemeinsam in Schenkenberg“ (GIS) im Sommer 2020 zusammengefunden – mit dem Ziel, die Dorfgeschichte zu erforschen, zu bewahren und näherzubringen.
Ein Geschichtspfad für das Dorf Storkwitz
Das begonnene und erfolgreich umgesetzte Konzept der Geschichtspfade – es gibt bereits einen für Schenkenberg sowie für Kertitz – setzt die Arbeitsgruppe nunmehr für den Ortsteil Storkwitz fort. In diesem Jahr soll er am Samstag, den 29. August mit einem kleinen Dorffest offiziell übergeben werden.
Storkwitz ist immerhin der älteste der Schenkenberger Ortsteile, erstmals urkundlich erwähnt vor 870 Jahren. Im Jahr 1156 wird Storkwitz als Einzelgut mit der deutschen Bezeichnung Storcowe, also „Storchenaue“, genannt, verliehen durch Markgraf Konrad der Große, dem Gründer des Klosters auf dem nahegelegenen Petersberg.
Sichtung zahlreicher Materialien und Dokumente
Bei der Vorbereitung des Geschichtspfads führte die Arbeitsgruppe in einem ersten Schritt so etwas wie eine Bestandsaufnahme dessen, was über die Storkwitzer Dorfgeschichte an Material, an Wissen und an Dokumenten vorhanden ist, durch.
Nach einer ersten Sichtung und Sortierung waren sehr viel interessantes Bildmaterial sowie Zeitungsausschnitte mit Detailinformationen zusammengekommen. Zwischenzeitlich interviewten Mitglieder der Arbeitsgruppe in Storkwitz Eigentümer und Einwohner, um weitere Details zu den Gebäuden, Grundstücken und teils sogar zu den Eigentümerfamilien in Erfahrung zu bringen. Dabei wurden von ihnen historische Bilder zur weiteren Illustration bereitgestellt. Im nächsten Schritt wurden Informationstafeln für jedes Objekt als Station auf dem Geschichtspfad entworfen.
Geschichtspfad indivudell entdecken
Die Entscheidung für den Start- und Endpunkt des Geschichtspfads fiel auf die Bushaltestelle mit der Infotafel in der Mitte der Hauptstraße in Storkwitz. Konzipiert ist er so, dass er anhand des Flyers individuell von Interessierten begangen werden kann.
Dabei kann man sich mehr oder weniger intensiv mit jedem Objekt bei dem Rundgang auseinandersetzen. Wir gehen davon aus, dass die persönliche Umgebung umso mehr geschätzt wird, je mehr man über die eigene Geschichte weiß und umso mehr man sich als Eigentümer und Bewohner fühlt, dieses Wissen und das Heimatgefühl bewahrt und weitergibt.
Die Auseinandersetzung mit der eigenen regionalen Geschichte ist dann erfolgreich, wenn es für das unmittelbare Lebensumfeld sensibilisiert und Bürgerinnen und Bürger an die Erforschung und den Schutz unseres von den Vorfahren Ererbtes heranführt.
Erinnerung an die Ortsgeschichte
An dieser Stelle soll die Gelegenheit ergriffen werden, ein Dankeschön an die Einwohner aller Ortsteile zu richten, welche hierbei tatkräftig mit Wissen, Kompetenz und vor auch mit Bilddokumenten wesentliche Beiträge zur Belebung einer Erinnerungskultur mit einer sichtbaren Aufarbeitung der Dorfgeschichte unterstützt haben.
Mit unseren Geschichtspfaden wird die Erinnerung an die Ortsgeschichte erhalten bleiben und sowohl für Einwohner als auch für Gäste erlebbar werden. Mit dem Wissen um die eigene Regionalgeschichte können sich unsere Einwohner stärker und leichter mit ihrem Wohnumfeld identifizieren und ein eigenes wissensbasiertes Heimatgefühl entwickeln.
Spende für das Dorfest
Für unser geplantes Dorffest 29. August anlässlich der Eröffnung des Storkwitzer Geschichtspfads möchten wir gemeinsam einen schönen Tag für Jung und Alt gestalten – mit Kaffee und Kuchen, Gegrilltem und gemütlichem Beisammensein. Damit das Fest für alle ein besonderes Erlebnis werden kann, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Deshalb bitten wir herzlich um eine kleine Spende. Jeder Beitrag – ob groß oder klein, ob zum Fest oder auf unser Vereinskonto – hilft uns dabei, das Dorffest zu organisieren und ein kleines Programm auf die Beine zu stellen.
Mit Ihrer Unterstützung stärken wir nicht nur unser Fest, sondern auch das Miteinander in unserem Dorf. Schon jetzt ein großes Dankeschön für Ihre Hilfe und Ihre Verbundenheit mit unserer Gemeinschaft!
Arbeitsgruppe „Dorfgeschichte“, Spenden nimmt der Verein „Gemeinsam in Schenkenberg e. V.“ auf das Konto der Sparkasse Leipzig, IBAN: DE71 8605 5592 1090 2104 49 | BIC: WELADE8LXXX, entgegen.




































