In der Hospitalkapelle Grimma – genauer in der Kleinen Galerie Sankt Georg – sind derzeit Aquarelle von Stephanie Müller zu sehen. Die Schau trägt den Titel „Zwischen Mohn und Meer“.
Müller wurde 1986 in Grimma geboren. Schon seit ihrer frühsten Jugend zieht die Malerei sie in ihren Bann. Seit 2003 beschäftigt sie sich vor allem mit der Aquarellmalerei, die oft auch als „Königsdisziplin“ der Malerei bezeichnet wird. Sie besuchte verschiedene Kurse, unter anderem im Kreativhaus Ziegler bei der Mutzschener Künstlerin Christiana Heidemann und beim bekannten Grimmaer Aquarellisten Günther Ketelhut.
Inspirationsquelle ist Eberhardt Purrucker
Ein große Inspirationsquelle ist ihr ebenfalls der in Polenz bei Machern geborenen Berliner Künstler Eberhardt Purrucker. Sie nahm in den letzten Jahren an vielen Malreisen, Aquarellkursen und Seminaren teil, aus denen auch enge und intensive Malerfreundschaften hervorgegangen sind. Damit eignete sie sich verschiedene Aquarelltechniken an: Nass-in-Nass-Technik, Nass-auf-Trocken-Technik, verschiedene Lasurtechniken, Negativmalerei und auch Auswaschen von Farbe. Die meisten Motive entstehen ohne Vorzeichung.
Jedes Aquarellbild und jeder Malprozess ist eine Herausforderung. Anders als bei der Öl- oder Acrylmalerei kann man nicht viel korrigieren oder verbessern. Man muss sich auf Überraschungen einlassen und akzeptieren, was Wasser und Farbe im Zusammenspiel mit dem Papier machen. Zugegebenermaßen nicht ganz einfach, wenn man nicht immer bereit ist, Zufälle zuzulassen und Fehler ins Bild einzubeziehen.
Direkt vor Ort am Motiv malen
Ein eigenes Atelier hat Stephanie Müller noch nicht. Entweder wird direkt vor Ort am Motiv gemalt oder der Küchentisch muss umfunktioniert werden oder die Staffelei wird im Wohnzimmer aufgestellt. Meist in den Wintermonaten zwischen Oktober und Februar wird im Atelier befreundeter Künstler in Ingolstadt und Zudar auf Rügen gearbeitet und die Malerfreundschaften gepflegt.
Seit sich die Künstlerin mit der Aquarellmalerei beschäftigt, ist ihr Leben „farbintensiver“ geworden. Sie sieht die Welt mit anderen Augen und denkt oft automatisch in Aquarellfarben. Ihre Aquarellkunst, ihre Bilder und Motive spiegeln ihre positive Stimmung beim Malen wider und bieten.
Eine breite Auswahl ihrer Werke ist bis zum 28. Juni jeweils Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr in der Kleinen Galerie Sankt Georg zu sehen. Termine außerhalb dieser Zeiten können unter Rufnummer 0176 51456597 abgesprochen werden.

































