Die Zahl der Hochzeiten ist im Vorjahr in Leipzig wieder angestiegen. Foto: André Kempner

Leipzig. Trotz Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen haben sich 2021 wieder mehr Menschen in Leipzig trauen lassen als noch im Vorjahr: Die Zahl der Eheschließungen stieg leicht um 57 auf insgesamt 1814. Im Jahr zuvor hatte es einen deutlichen Corona-Knick (-374 Hochzeiten) gegeben, nicht zuletzt aufgrund der verschiedenen Lockdowns und den mit der Pandemie verbundenen Hygieneauflagen für Feiern und Hochzeiten.

So ist weiter die Anzahl der Gäste begrenzt und es gilt die Maskenpflicht, zudem müssen die Gäste getestet, geimpft oder genesen sein – all dies können Hürden sein, wenn es um den vermeintlich schönsten Tag im Leben geht. Die Eheanmeldungen von Paaren, die sich in oder außerhalb Leipzigs trauen lassen möchten, gingen daher im Jahr 2021 auch weiter zurück auf zuletzt 2743 (-170).

Uwe Bernhardt, Abteilungsleiter des Standesamtes, sagt: „Das Standesamt Leipzig hat sich auch 2021 – trotz der schwierigen Pandemiesituation – als sicherer Anker bürgernahen Verwaltungshandelns präsentiert.“ Beliebtester Eheschließungstermin im vergangenen Jahr war der 26. Juni, ein Samstag mit 26 Hochzeiten. Von den neun Trauorten des Standesamtes war 2021 der Ratsplenarsaal im Neuen Rathaus am gefragtesten. Neben der Alten Börse, wo derzeit 50 Gäste unter Hygieneauflagen mit dem Brautpaar die Zeremonie erleben können, ist der Ratsplenarsaal der Trauort, an dem die meisten Gäste zugelassen sind (36). Im Standesamt wurden zudem 23 Ehen nachbeurkundet (2020: 32) und 94 Ehefähigkeitszeugnisse ausgestellt – 15 mehr als im vorvergangenen Jahr. Bei 343 Hochzeiten hatten ein oder beide Ehepartner nicht die deutsche Staatsangehörigkeit.

Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie ist die Anzahl der beurkundeten Todesfälle gestiegen: Demnach starben im Jahr 2021 in Leipzig 8659 Menschen – 732 mehr als im Vorjahr. Dies schließt Frauen und Männer mit ein, die in den Kliniken der Stadt starben, aber nicht Einwohner der Stadt sein müssen. Zugleich ist die Zahl der in Leipzig geborenen Kinder zurückgegangen – von 7213 auf 7138. Darunter waren 3661 Jungen und 3475 Mädchen, bei zwei Babys war das Geschlecht unbestimmt. Die Kinder sind im Stadtgebiet geboren, aber werden nicht in jedem Fall neue Leipziger Einwohner.

Die 43 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Standesamt haben in 2021 insgesamt 33 709 Urkunden ausgestellt (2020: 30 113) und 1330 Abstammungsänderungen aufgenommen – darunter 183 Adoptionen. Im vergangenen Jahr ist zudem die Anzahl der Kirchenaustritte sprunghaft gestiegen: von 1508 (2020) auf 3045. Darüber hinaus konnten 4902 Datensätze aus dem städtischen Geburtenbuch digitalisiert werden, deutlich mehr als im Jahr zuvor (542): 110 Jahre reicht das schriftliche Geburtsregister des Standesamtes zurück, erst seit 2009 gibt es hierfür das elektronische Register. Damit alle historischen Daten digital zugänglich sind, müssen diese schrittweise erfasst werden.

Robert Uhlemann, amtierender stellvertretender Leiter des Amtes Bürgerservice, sagt: „Standesamtliche Leistungen sind für uns zentrales Element guter Dienstleistungen für die Leipzigerinnen und Leipziger – auf ihnen liegt ein besonderes Augenmerk. Urkundenbestellungen waren die ersten digitalen Dienstleistungen auf dem Landesportal Amt24 und können ab Ende März auch in den Bürgerbüros erfolgen.“

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