Immer mit dem Ball am Fuß: Auch die Bambinis des ESV Lok Döbeln freuen sich, endlich wieder kicken zu dürfen. Foto: Andreas Neustadt

Döbeln. Die Freude am Kicken ist ihnen deutlich anzusehen. Die kleinen Nachwuchs-Fußballer des ESV Lok Döbeln strahlen mit der Sonne um die Wette – und das legt nicht nur am wunderbaren Frühsommer-Wetter. Auf den Fußballplätzen der Sportanlage ESV Lok Döbeln in der Alexanderstraße geht es nach der langen Corona-Pause endlich wieder rund. Montags und freitags jagen die Nachwuchs-Kicker auf dem Sportgelände dem Ball hinterher, um Doppelpässe zu erlernen, Torschüsse zu optimieren oder die Geheimnisse des perfekten Kopfballs zu ergründen.

„Seit Anfang März können wir endlich wieder trainieren – erst in Kleingruppen, später wieder im Mannschaftstraining“, freut sich auch Hermann Mehner, der Trainer der Bambinis (G-Jugend): „Wir haben den Vorteil, dass wir draußen trainieren können.“ Vor allem im Bambini-Bereich ist der Zulauf nach wie vor riesengroß. „Das Interesse am Fußball ist immer noch groß. Man sieht den Jungs und Mädchen den Spaß am Fußball spielen deutlich an.“ Seit dieser Woche dürfen endlich auch die Eltern und Angehörigen wieder beim Training zuschauen. In einer Woche startet die Fußball-Europameisterschaft. Und natürlich werden auch die Nachwuchskicker vom ESV Lok Döbeln ihren Idolen die Daumen drücken. Hermann Mehner ist sehr gespannt, ob es auch im Laufe dieser EM, die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben worden war, bzw. danach zu einem Ansturm an Talenten kommt, wie es „im Umfeld von großen Turnieren“ üblich ist. „Bislang war es immer so. Mal sehen, ob es auch diesmal wieder so ist. Wir sind auf jeden Fall vorbereitet.“ Der Vorteil der abgebrochenen Corona-Saison sei gewesen, laut Hermann Mehner, dass es in den verschiedenen Ligen und Altersklassen keine Absteiger gab. Derzeit werden die Mannschaften in den verschiedenen Jahrgängen umgebaut und neue Gruppen zusammengestellt. Es ist eine Art „Probierphase“.

Dabei werden in einigen Jahrgängen auch Defizite deutlich. Vor allem in der F-Jugend (Jahrgang 2013/14) ist die Zahl der Spielerinnen und Spieler „überschaubar“. „In dieser Altersklasse sind wir aktuell auf der Suche nach neuen Spielerinnen und Spielern“, erklärt Nachwuchsleiter Thomas Spannaus und stellt gleichzeitig klar: „Natürlich empfangen wir auch in allen anderen Altersklassen neue Interessenten mit offenen Armen. Wir schicken garantiert niemanden weg.“ Etwa 100 Nachwuchskicker trainieren derzeit beim ESV Lok Döbeln. Dabei sind alle Nachwuchs-Altersklassen von der B-Jugend an besetzt, in der D- und E-Jugend gibt es sogar zwei Mannschaften. Die E1, die von Thomas Spannaus trainiert wird, ist als spielstarker Kreisoberligist das Aushängschild des ESV-Nachwuchses. Wann im Nachwuchsbereich wieder ein geordneter Spielbetrieb startet, steht derzeit allerdings noch nicht fest. „Wann der Spielbetrieb wieder los geht, wissen wir nicht. Wir hängen momentan ziemlich in der Luft“, erklärt Hermann Mehner. Am 17. und 18. Juli ist in Westewitz ein Turnier für die F-Jugend- und die Bambinis geplant.

Während des monatelangen Lockdowns hat man versucht, die Nachwuchskicker mit Online-Training bei der Stange zu halten – mit Erfolg. „Einmal in der Woche haben wir verschiedene Übungen mit den Jungs und Mädchen gemacht – auch, um einfach den Kontakt mit ihnen zu halten. Das Angebot wurde gut angenommen“, erklärt Thomas Spannaus. Und tatsächlich konnte der Verein den überwiegenden Teil seiner Nachwuchskicker halten. In den vergangenen Monaten hätten nur wenige von ihnen aufgehört. Trotz der nach wie vor großen Begeisterung der Kinder und Jugendlichen am Fußball spielen, merkt man längst auch beim ESV Lok Döbeln, dass die Gewinnung von Nachwuchsfußballern nicht mehr ganz so einfach ist, wie noch vor einigen Jahren. „Zwei große Fußballvereine sind eigentlich zu viel für eine Stadt wie Döbeln“, gibt Thomas Spannaus zu bedenken. So gebe es derzeit Gespräche mit den Verantwortlichen des Döbelner SC. Neben Spielerinnen und Spielern werden auch immer wieder Trainer und Betreuer gesucht. Auch hier ist der ESV Lok natürlich keine Ausnahme. „Ich habe großen Respekt vor jedem, der sich hier im Training auf den Platz stellt. Wir versuchen auch Eltern zu bewegen, uns als Übungsleiter zu unterstützen. Das klappt wirklich sehr gut“, schwärmt Thomas Spannaus und Hermann Mehner nickt zustimmend. Andreas Neustadt

Wer Interesse hat, beim ESV Lok Döbeln Fußball zu spielen oder den Verein als Übungsleiter oder Trainer oder Trainerin zu unterstützen, kann sich gern über die Internetseite des Vereins www.esv-lok-doebeln-fussball.de bei Thomas Spannaus oder Hermann Mehner melden.

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