
Welche deutsche Uni hat die schönste Bibliothek? Eine Umfrage vom funk-Content-Netzwerk von ARD und ZDF hat eine Antwort gefunden: Es ist die Bibliotheca Albertina der Universität Leipzig – das zumindest meinen jene rund 35000 Menschen, die sich via Instagram zu dieser Frage geäußert haben. Sie wählten die Leipziger Einrichtung zunächst unter die Top Ten und schließlich auf den ersten Platz.
„Wunderbare Anerkennung für unsere Bibliothek“
„Dass so viele Menschen für die Albertina abgestimmt haben, freut uns außerordentlich und ist eine wunderbare Anerkennung für unsere Bibliothek“, sagt Dr. Anne Lipp, Direktorin der Universitätsbibliothek (UB) Leipzig. Der Erfolg habe gezeigt, „wie sehr unsere Häuser als Lern-, Arbeits- und Begegnungsorte geschätzt werden.“
Die UB Leipzig hat sich stark ins Zeug gelegt, den Preis nach Leipzig zu holen und innerhalb ihrer Community zum Abstimmen aufgerufen. Beschert hat das nicht nur die Krone, sondern auch zahlreiche neue Followerinnen und Follower. Wie hat die UB das geschafft? Mit gezieltem Community Management unter dem reichweitestarken Post von funk, welches Nutzerinnen und Nutzer auf ihren Account lockt.
Außerdem wurde das etwa zeitgleich veröffentlichte Reel zu zusätzlichen Arbeitsplätzen zur hochfrequentierten Prüfungszeit viral ausgespielt und verleitet damit ebenfalls zum Folgen. „Das verdeutlicht, wie wichtig der Dialog mit unserer Community ist“, betont Anne Lipp und ergänzt: „Gewonnen hat nicht nur die Albertina, sondern die gesamte Universitätsbibliothek und damit die Universität Leipzig.“
Apropos gewinnen – dies kann man auch bei einem Besuch in der Bibliotheca Albertina in diesen Tagen: Da kann man gleich drei neue Ausstellungen sehen. Bereits eröffnet ist „EinBlick #9: Jean Weidt/Masken des Widerstand“: Der auch als „roter Tänzer“ bekannte Jean Weidt (1904–1988) ließ für seine Choreografie „Unter den Brücken von Paris“ 1931 einige Masken anfertigen, die sich heute im Tanzarchiv der UB Leipzig befinden. Die ausdrucksstarken Gesichtsmasken des jüdischen Künstlers Erich Goldstaub, der 1943/44 im KZ Auschwitz ermordet wurde, vermitteln das Leiden von Obdachlosen.
Neues am 17. Februar eröffnet
Am 17. Februar wurde dann Neues eröffnet: Mit „Coming of Age Amidst War // Ukrainian Portraits“ präsentieren das Deutsch-Amerikanische Institut Sachsen (DAIS), die UB Leipzig und das America House Lviv eine eindringliche Doppelausstellung, die zwei fotografische Perspektiven auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine miteinander verbindet.
Die Präsentation ist Teil der „Ukrainian Week“, die sich aktuellen kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Fragen rund um die Ukraine widmet: „Wir freuen uns, dass sich die ‚Ukrainische Woche‘ unter unserer stetigen Beteiligung auch in diesem Jahr weiter etablieren kann“, meint Dr. Anne Lipp. red./jw
Infos: www.ub.uni-leipzig.de
































