Renate Sturm-Francke_1935_im_goeschengarten_Museuem Göschenhaus
Renate Sturm-Francke_1935_im_goeschengarten_Museuem Göschenhaus

Der Seume-Verehrerin und Grimmaer Museumleiterin, Renate Sturm-Francke, wird eine besondere Ehrung zuteil. Ihrem Geburtshaus in Störmtal, ein Ortsteil der Gemeinde Großpösna, lässt die Internationale Johann-Gottfried-Seume-Gesellschaft „Arethusa“ eine Gedenktafel anbringen. Am 22. April um 17 Uhr erfolgt die feierliche Enthüllung. Pfarrer Götz-Ulrich Coblenz teilt einige persönliche Erinnerungen. Das ehemalige Pfarrhaus befindet sich in der Dorfstraße 48. Thorsten Bolte, Museumsleiter des Göschenhauses, spricht im Anschluss über die Geschichte des Museums und über die Zukunft.

Erinnerung an Renate Sturm- Francke

Hintergrund: Kaum eine Persönlichkeit der Nachkriegszeit ist so stark im kulturellen Gedächtnis Grimmas verankert, wie Renate Sturm- Francke (1903-1979). Durch die vielfältigen Aktivitäten, die sie im Laufe ihres Lebens umsetzte, sind an der Mulde bis heute Erinnerungen an sie wachgeblieben, etwa ihre längst legendären Beiträge für den „Rundblick“, ihr denkmalpflegerisches Engagement, etwa rund um die Hospitalkapelle, oder ihr museales Vermächtnis, wobei hier besonders das Museum Göschenhaus zu nennen ist.

Der 26. Juni 1934: Dieses Datum reicht aus, um die Lebensleistung von Renate Sturm-Francke, die lieber mit „sf“ angesprochen werden wollte, darzustellen. An jenem Juni-Tag kaufte sf das heutige Göschenhaus zusammen mit dem Göschengarten. Damit beginnt ein neues Bewusstsein für Georg Joachim Göschen Früchte zu tragen. Dank sf ist das Göschenhaus heute ein fester Begriff und eine achtbare Institution in Grimma und der Umgebung. Dass sf Johann Gottfried Seume mit ins Boot holte, zeigte Weitsicht: Seume war eine Grimmaer Persönlichkeit, der als Angestellter Göschens eng mit der Familie und dem Hohnstädter Anwesen verbunden war.

Museum Göschenhaus bildet weiter

Die vielen Besucherinnen und Besucher, die das Göschenhaus seit der Gründung besucht haben, können mit dem Gefühl das Haus wieder verlassen, etwas mehr über Personen der Goethezeit – oder der Göschenzeit – erfahren zu haben. Das Museum Göschenhaus wirkt fort, lässt begreifen und erklärt, wie Vergangenheit zur Zukunft werden kann. Oder mit Worten von sf aus dem Jahre 1976: „Und wenn ich als einzige meinen Idealismus bewahre und nur ein Prozent der Besucher auf den Wege bringe, der sozusagen Kultur zum Lebensinhalt macht, dann bin ich schon zufrieden.“

Der Arethusa-Verein bittet um Anmeldung per Mail an lutz.simmler@seumeverein- arethusa.de

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