
Es ist eine der ersten, bewegenden Erfolgsgeschichten des noch jungen Jahres 2026: Ein dreijähriger Junge aus Angola konnte in Leipzig geheilt werden – genauer gesagt am Klinikum St. Georg in der Vermittlung vom Friedensdorf International. Bei der Nachkontrolle im Januar stellte sich heraus: Francisco (Name geändert) kann endlich eigenständig laufen …
Schwere Erkrankungen
Denn genau dies schien kaum vorstellbar angesichts der schweren Knochenentzündung und der Sichelzellenanämie: So lautete die Diagnose, mit der das Friedensdorf International den Jungen im Juni 2025 an das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums St. Georg Leipzig vermittelte. Ziel war eine spezialisierte medizinische Versorgung, die in seinem Heimatland Angola nicht zur Verfügung stand.
Die erbliche Erkrankung der roten Blutkörperchen verursachte unter anderem Schmerzen, Blutarmut sowie Organ- und Gewebeschäden. Dazu kam die Entzündung im linken Oberschenkel, die zudem mit multiresistenten Keimen belastet war. Der damalige Ist-Zustand: Ein eigenständiges Laufen ist nicht möglich.
Mehrere operative Eingriffe
Am Klinikum St. Georg erhielt Francisco eine mehrmonatige Behandlung mit intravenöser Antibiotikatherapie sowie mehreren operativen Eingriffen. Die medizinischen Maßnahmen zeigten Wirkung, so dass er im Oktober 2025 zur Nachsorge zurück ins Friedensdorf nach Oberhausen durfte. Im Januar 2026 stellte sich Francisco zur Nachkontrolle erneut in Leipzig vor. Dazu erklärt Dr. Bettina Knothe, Funktionsoberärztin der Abteilung für Kinderorthopädie, die auch die Behandlung operativ und medizinisch begleitete: „Die Entwicklung des Kindes ist sehr erfreulich.
Im Juni war selbstständiges Gehen nicht möglich, heute läuft Francisco allein, spielt unbeschwert und wirkt insgesamt deutlich fröhlicher. Die frühe und konsequente Behandlung war entscheidend, um ihm gute Voraussetzungen für sein weiteres Wachstum und eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen.“
Bis voraussichtlich Mai 2026 bleibt Francisco zur weiteren Nachsorge im Friedensdorf International in Oberhausen. Dort erhält er weiterhin Medikamente zur Prophylaxe der Sichelzellenanämie. Die medizinische Betreuung und die Vorbereitung auf seine Rückkehr nach Angola wird eng mit dem Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums St. Georg abgestimmt.
Begleitung vom Friedensdorf International
Begleitet wurde Francisco unter anderem von Leonie Petrik aus der Berliner Außenstelle des Friedensdorfs International, die die medizinische Vermittlung koordiniert: „Viele Familien in Angola verfügen nicht über die finanziellen Mittel für eine medizinische Behandlung. Obwohl es leistungsfähige Krankenhäuser gibt, sind die Kosten oft nicht tragbar. Wir unterstützen die Familien und suchen gezielt Kliniken in Deutschland, die über die passende Expertise verfügen und eine Behandlung ermöglichen können.“
Auch Francisco wird nach seiner Rückkehr nach Angola weiterhin mit Medikamenten versorgt. Er war bereits das zweite Kind, das vom Friedensdorf International an das Klinikum St. Georg Leipzig vermittelt wurde und eine erfolgreiche Behandlung erhalten hat. red./jw
































