
Leipzig hat einen neuen Ankerpunkt – und zwar im Herzen der Stadt einerseits und im wahrsten Sinne des Wortes andererseits. Seit einigen Tagen ist der Stadthafen offiziell geöffnet und ist damit nach Einschätzung von Oberbürgermeister Burkhard Jung „das neue Herzstück des Touristischen Gewässerverbundes im Leipziger Neuseenland mit einer enormen Strahlkraft für Leipzig und die Region“.
Na ja, das kann man aber durchaus so stehen lassen – bietet das Ganze den Leipzigerinnen und Leipzigern sowie (vor allem) den Gästen der Messestadt ziemlich spannende Möglichkeiten.„Nur 400 Meter vom Neuen Rathaus entfernt, können die Leipzigerinnen und Leipziger sowie ihre Gäste am Stadthafen Leipzig in ein Boot steigen und hinaus ins Umland fahren“, so beschreibt das Leipziger Stadtoberhaupt diese neuen Möglichkeiten.
4000 Quadratmeter großen Hafenbecken eine Fußgängerbrücke
Auf dem rund 13 800 Quadratmeter großen Areal in der Schreberstraße hat die Stadt neben dem knapp 4000 Quadratmeter großen Hafenbecken eine Fußgängerbrücke und eine komplett neue inklusionsgerechte und barrierefreie erreichbare Infrastruktur gebaut. Dazu gehören auch 49 Liegeplätze – neun für Mehrpersonenschiffe und 40 für kleinere Sport- und Familienboote –, Anlegeplätze für Paddelboote sowie 90 Fahrradabstellplätze.

Den neugestalteten Stadtraum zeichnen zahlreiche Sitzplätze sowie viele neue Bäume, Sträucher, Gräser und Stauden aus. Ein Gebäude mit Gastronomie und Toiletten, ein Kanuhaus und zwei kleinere Bootshäuser wurden durch die Stadthafen Leipzig GmbH im Rahmen der Konzession errichtet.
Stadthafen als zentrales Eingangstor
Nun sind die Hoffnungen groß, einen neuen touristischen Trumpf in der Hand zu haben – was auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer unterstreicht: „Mit seiner Gewässerlandschaft und dem Neuseenland verfügt Leipzig über ein Alleinstellungsmerkmal, das weit über Sachsen hinaus Aufmerksamkeit erzeugt. Der Stadthafen wird zum zentralen Eingangstor in diese besondere Wasserwelt: Er stärkt die touristische Entwicklung, schafft Impulse für die Wirtschaft und macht Leipzig als lebenswerte und moderne Stadt am Wasser weiter bekannt.“
Um diese Vision Realität werden zu lassen, musste man in Leipzig viel Zeit und viel Geld investieren: Die vorbereitenden Arbeiten hatten im November 2021 begonnen, die Hauptarbeiten im September 2023. Bereits im Jahr 2010 war die Außenmole im Zuge der Öffnung des Elstermühlgrabens angelegt worden. Investiert hat die Stadt Leipzig rund 15,67 Millionen Euro .– im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ werden die Kosten im Wesentlichen zu 90 Prozent aus Bundes- und Landesmitteln mitfinanziert.
Weitere Infos: www.leipzig.de/stadthafen



































