Hope Hedi heißt das erste Baby, das 2024 in Borna das Licht der Welt erblickte. Foto: Robin Kunz
Hope Hedi heißt das erste Baby, das 2024 in Borna das Licht der Welt erblickte. Foto: Robin Kunz

Im vergangenen Jahr 2023 gab es in den Sana Kliniken Leipziger Land 830 Geburten. Da unter ihnen auch 10 Zwillinggeburten waren, heißt das, dass insgesamt 840 Kinder das Licht der Welt in Borna erblickten (396 Mädchen und 444 Jungen) Bei den Jungen standen im vergangenen Jahr die Namen Arthur und Levi hoch im Kurs, während Lotte, Lotta und Charlotte die Liste der beliebtesten Mädchennamen anführten. Und auch im noch jungen 2024 wurden schon 5 Kinder im Bornaer Klinikum entbunden.

Das erste Kind im neuen Jahr war Hope Hedi Burkersrode. Er erblickte am 01.01.2024 um 04.28 Uhr das Licht der Welt.

Klinikum Borna seit über 60 Jahren mit Geburtsstation

Bereits seit über 60 Jahren werden im Klinikum Borna Kinder geboren. Eine, die seit fast zehn Jahren schon hunderte Kinder beim Start ins Leben begleitet hat, ist Constanze Hupfer. Seit 2014 arbeitet sie als Hebamme im Bornaer Klinikum und leitet hier den Kreißsaal. Ihr zur Seite steht ein großes Team.

„Wir sind insgesamt 31, wobei nicht nur Hebammen zu unserem Team gehören, sondern auch Kinderkrankenschwestern und Krankenschwestern“, erzählt sie. „Schön ist, dass bei uns sowohl sehr junge als auch ältere und erfahrene Kolleginnen zusammenarbeiten und sich eng austauschen. Von dieser Stabilität profitieren alle und am meisten natürlich die Babys und ihre Familien.“

Stillfreundlich, individuell und familienorientiert

Das sei auch eine Besonderheit der Geburtsstation in Borna, so Constanze Hupfer: „Es herrscht stets eine sehr vertrauensvolle und familiäre Atmosphäre, die sich über das Team auch auf die werdenden und frisch gebackenen Eltern und damit natürlich auch auf die Kinder überträgt.“ Dazu berichtet die leitende Hebamme von einer Begebenheit aus dem Kreißsaal, die symbolisch für das enge Miteinander und die Stimmung in Borna steht: „Vor wenigen Wochen gestaltete sich eine Geburt als große Herausforderung, da sich das Baby in verkehrter Lage befand. Aber die junge Assistenzärztin, die erfahrene Hebamme und die werdende Mutter arbeiteten während der Geburt so gut zusammen, vertrauten einander und haben sich durchgekämpft, so dass das Baby auf natürlichem Weg wohlbehalten entbunden werden konnte“, erzählt Constanze Hupfer.

Constanze Hupfer, die Leiterin des Kreißsaals in Borna. Foto: Thomas Kube
Constanze Hupfer, die Leiterin des Kreißsaals in Borna. Foto: Thomas Kube

„Im Nachgang bedankten sich die drei Frauen beieinander und waren einfach nur glücklich, diese Geburt zusammen gemeistert zu haben.“ Genau solche Erlebnisse machen den Hebammenberuf für Constanze Hupfer zum Traumberuf. Man müsse sich immer wieder neu auf die Situationen und die Menschen einlassen, Erfahrung, Wissen und Bauchgefühl gingen so Hand in Hand, erzählt sie begeistert. „Und es ist eine großartige Bestätigung unserer Bemühungen nah an den Familien dran zu sein, wenn die Mütter und Eltern nicht nur zur Geburt ihres ersten Babys zu uns kommen, sondern auch die Geschwisterkinder in Borna zur Welt bringen.“

Besondere Vorzüge: Kinderstation im Haus

Es ist aber nicht allein die besondere Atmosphäre auf der Wochenstation in Borna, die Eltern schätzen, sondern auch die Rundumbetreuung und individuelle Beratung, die bereits im Vorfeld beginnt. Constanze Hupfer: „Ob Vorbereitungs- oder Geschwisterkurse – in unserer Elternschule haben werdende Mütter und Partner oder Partnerinnen die Möglichkeit, sich von Anfang an beraten zu lassen und Vertrauen in sich selbst und natürlich auch in uns aufzubauen. Aber auch nach der Entbindung sind wir da und bieten Rückbildungs- oder PEKIP-Kurse an.“

Nicht zuletzt ist für viele Eltern die Nähe zur Kinderklinik und der dazugehörigen Neonatologie ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Geburtsortes. Als Perinatalzentrum Level 2 können in Borna auch Neugeborene betreut und umsorgt werden, die zu früh – also ab der 29. Schwangerschaftswoche – auf die Welt kommen oder anderweitige Schwierigkeiten beim Start ins Leben haben. „Außerdem sind jeden Tag Kinderärztinnen und -ärzte im Haus, so dass die notwendige U2-Untersuchung, die um den 3. Lebenstag eines Babys stattfindet, bei uns täglich möglich ist. Das gibt Eltern Sicherheit und ist für sie oft eine große Erleichterung, da ihnen unnötige Wege und Wartezeiten erspart bleiben“, so die leitende Hebamme.

Schon gewusst?

Fritz oder Friedrich? Lisa oder Lena? Es ist oft gar nicht so einfach, den richtigen Namen für den neuen Erdenbürger auszusuchen. Manche Eltern wollen ihr Baby erstmal zu Hause erleben, um dann den für das Kind passenden Namen zu finden. Prinzipiell ist es kein Problem, mit der Namensgebung etwas zu warten. Zwar muss ein Baby innerhalb von sieben Tagen beim Standesamt angemeldet werden, die Entscheidung zum Namen (Vor- und Nachname) hat hingegen vier Wochen Zeit.

Neuheit 2024: Der hebammengeführte Kreißsaal in Borna

Wie jedes andere medizinische Fach, entwickelt sich auch die Geburtshilfe stetig weiter. Während in den Anfangsjahren der Geburtshilfe in Borna zum Beispiel noch das wichtigste Ziel war, die Kinder- und Müttersterblichkeit zu senken, geht es heute vor allem darum, die Geburten zu einem individuellen und sicheren Erlebnis zu machen. „Natürlich können wir im Kreißsaal über die Jahre auch unterschiedliche Entwicklungen und Trends beobachten“, erzählt Constanze Hupfer. „Vor einigen Jahren haben zum Beispiel viele Eltern, das Nabelschnurblut ihrer Babys einlagern lassen. Dieser Trend ist in den vergangenen Jahren allerdings wieder zurückgegangen.“

Generell werde es für Mütter und Eltern aber zunehmend wichtiger, ein möglichst natürliches Geburtserlebnis zu haben, schildert die leitende Hebamme ihre Beobachtung. Diesem Bedürfnis wird nun mit einer wichtigen Neuerung in Borna Genüge getan. Ab Januar 2024 gibt es in der Bornaer Klinik auch einen hebammengeführten Kreißsaal. Dabei handelt es sich um ein innovatives geburtsmedizinisches Konzept, das den werdenden Müttern mehr Natürlichkeit, Selbstbestimmung bei weniger Interventionen wie zum Beispiel einer Dauer-CTG-Überwachung oder der Gabe von Schmerzmitteln ermöglicht.

„Im Prinzip ist das ein bisschen wie ein Geburtshaus in der Klinik. Denn wie der Name schon sagt, sind während der Geburt neben der Begleitperson nur die Hebamme bzw. die Hebammen dabei“, erklärt Constanze Hupfer das Konzept. „Vorteil ist jedoch, dass es im Falle einer sich abzeichnenden Komplikation eine ärztliche Betreuung ohne Zeitverzug, Raum- und Hebammenwechsel gibt.“ Ein Hebammenkreißsaal verbindet so auf ideale Weise die Erfahrungen und Kompetenzen der Hebammen mit der Expertise des Perinatalzentrums. „Voraussetzungen sind lediglich, dass es sich um eine Schwangerschaft ohne Risikofaktoren handelt und dass sich die werdenden Mütter bereits im Vorfeld durch uns betreuen und beraten lassen.“

In jedem Fall aber geht die Bornaer Klinik mit der Einführung des hebammengeführten Kreißsaals einen wichtigen Schritt auf dem eingeschlagenen Weg, nämlich die Geburtshilfe kontinuierlich zu verbessern und den Bedürfnissen der werdenden Eltern nach mehr Individualität bei gleicher Sicherheit gerecht zu werden.

Hier geht es zur Website der Sana Kliniken Leipziger Land

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