Glückwunsch für die besten Athletinnen und Athleten in Grün-Weiß von Vereinschef Bernd Merbitz (l.): Geehrt wurden die U18-Sprintstaffel um Lilly Heilmann, Charlotte Wasser und Mia Besser als Mannschaft des Jahres (es fehlt Sherin Kimuanga), Nachwuchssportlerin Vanessa Röhniß, Nachwuchssportler Bruno Keßler, Geherin Saskia Feige und Paratriathelt Martin Schulz (v.r.). Foto: SC DHfK Leipzig
Glückwunsch für die besten Athletinnen und Athleten in Grün-Weiß von Vereinschef Bernd Merbitz (l.): Geehrt wurden die U18-Sprintstaffel um Lilly Heilmann, Charlotte Wasser und Mia Besser als Mannschaft des Jahres (es fehlt Sherin Kimuanga), Nachwuchssportlerin Vanessa Röhniß, Nachwuchssportler Bruno Keßler, Geherin Saskia Feige und Paratriathelt Martin Schulz (v.r.). Foto: SC DHfK Leipzig

Der größte Sportverein der Stadt ruft und viele Gäste kommen: Der SC DHfK Leipzig hatte zur traditionellen Sportlerehrung geladen und bot dabei jede Menge Grund zum Feiern. Immerhin konnte man mit dem Paratriathleten Martin Schulz einen Welt- und Europameister ehren und mit Geherin Saskia Feige eine amtierende Deutsche Meisterin.

Eine knappe Sache

Aber so knapp wie in diesem Jahr war es noch nie bei der Sportlerehrung des SC DHfK Leipzig. Bei der Wahl zur Sportlerin und zum Sportler des Jahres lagen nur zwei Pünktchen zwischen dem ersten und zweiten Platz, bei der Nachwuchssportlerin war es gar nur ein einziger Punkt. „Es zeigt noch einmal, welch starke Leistungen unsere Sportlerinnen und Sportler 2023 erbracht haben. Darauf sind wir als Verein wahnsinnig stolz“, kommentierte dies der Vereinspräsident Bernd Merbitz.

Bei der Wahl zum Sportler des Jahres setzte sich zum dritten Mal in Folge Paratriathlet Martin Schulz durch. Der 33-Jährige hat mit seinem vierten WM- und seinem elften EM-Titel ein herausragendes Sportjahr hinter sich und blickt voller Vorfreude auf seine vierten Paralympics im Sommer in Paris. Überrascht wurde Schulz von einer Videobotschaft von seiner Freundin Laura und seinem sieben Monate alten Sohn Emil, die ihm den Sieg verkündeten.

„Da musste ich auch mal kurz schlucken“, sagte der junge Familienvater, „Familie, das merke ich jetzt noch mehr, ist das Allerwichtigste. Da rücken viele Dinge in den Hintergrund.“ Beflügelt von seinem neuen Papa-Dasein geht es jetzt Richtung Paris, wo Martin sein Paralympics-Triple perfekt machen könnte. Das starke Podium komplettierten Kanu-Weltmeister Peter Kretschmer, der aktuell im Trainingslager im Florida weilt, und Ironman 70.3-Weltmeister Rico Bogen.

Geherin Saskia Feige ist Sportlerin des Jahres

DHfK-Leipzig-Geherin Saskia Feige wurde als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Foto: Jonathan Hilbert
DHfK-Leipzig-Geherin Saskia Feige wurde als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Foto: Jonathan Hilbert

Auch bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres setzte sich mit Geherin Saskia Feige die Vorjahres-Siegerin durch. Die 26-Jährige hatte im vergangenen Jahr souverän den Deutschen Meistertitel gewonnen und sich in neuer Bestzeit für die Weltmeisterschaft und die Olympischen Spiele in Paris qualifiziert. „Diese Auszeichnung bedeutet mir sehr, sehr viel. Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich so viel Zuspruch bekommen habe. Ich habe hier in Leipzig eine tolle Unterstützung im Verein, mit der Uniklinik, meinen Trainern Beate Conrad und Thomas Dreißigacker“, sagte eine glückliche Saskia Feige, die sich für ihre kommende Saison bei der EM und den Olympischen Spielen viel vorgenommen hat.

Mit ihrem Sieg bei der Sportlerinnen-Wahl setzte sie sich mit zwei Punkten Vorsprung vor Kanutin Annette Wehrmann durch. Dritte wurde Judoka Marie Branser.

Radsportler Bruno Keßler ist Nachwuchssportler des Jahres

Bei den Nachwuchssportlern setzte sich nach 2023 erneut Radsportler Bruno Keßler durch. Der 18-Jährige gewann vor den beiden U21-Handballweltmeistern Mika Sajenev und Niclas Heitkamp. Der Junioren-Vizeweltmeister und mehrfacher Deutscher Meister erhielt seine Auszeichnung u.a. von Bahnrad-Olympiasieger Jens Lehmann. „Es ist unglaublich, dass ich schon wieder diesen Titel gewonnen habe“, sagte Keßler. CDU-Bundestagsabgeordneter Lehmann fügte an: „Mich freut es besonders, dass der Radsport mit seiner Tradition im SC DHfK nun auch Nachwuchssportler hervorbringt, die das Regenbogentrikot gewinnen.“

Den Titel Mannschaft des Jahres gewann mit einem deutlichen Vorsprung die U18-Leichtathletik-Sprintstaffel in der Besetzung Sherin Kimuanga, Charlotte Wasser, Mia Besser, Lilly Heilmann. Das Quartett hatte sich über die 4×100 Meter mit einer Fabelzeit von 46,48 Sekunden souverän den Deutschen Meistertitel in ihrer Altersklasse geholt und den 48 Jahre alten Landesrekord gebrochen. Kurios: Schlussläuferin Lilly Heilmann hatte die Zeit auf die Hundertstel Sekunde genau in der Nacht zuvor geträumt. Über Platz 2 durften sich die Canadier-Damen Lia Marder und Lykka Strobel freuen, Dritte wurden die U20-Staffelsprinterinnen Sarah Hermsdorf, Joelina Miltschus, Mariam Soumah und Charlotte Riedel.

Knut Iwan wurde Trainer des Jahres

Die Leichtathletik stand auch in der Kategorie Trainer:in des Jahres ganz oben. Staffeltrainer Knut Iwan erhielt die Auszeichnung nach einem wahren Erfolgsjahr seiner Sprinterinnen mit zwei deutschen Meistertiteln und zwei Vizemeistertiteln. Verkündet wurde sein Sieg durch seinen langjährigen Wegbegleiter Idriss Gonschinska, aktuell Vorstandsvorsitzender des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Platz 2 und 3 ging an Nico Malcher (Kanurennsport) und Ulrike Meier-Mahlo (Finswimming). red

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