Die Bilder vom Mai wiederholen sich: Auch zum Bundesliga-Saisonstart im September wird es in der Red-Bull-Arena wie in allen anderen Stadien keine Zuschauer geben. Foto: Christian Modla

Leipzig. Der Plan war – zumindest dem Vernehmen nach – gut, aber die Welt noch nicht bereit: Nein, wenn am Wochenende um den 19. September herum der Bundesligist RasenBallsport Leipzig gegen den FSV Mainz 05 in die neue Spielzeit 2020/2021 starten wird, dann werden in der Red-Bull-Arena keine Zuschauer dabei sein. Die Politik – genauer gesagt die Gesundheitsminister aus Bund und Ländern – haben der Rückkehr der Fans in die Bundesliga-Stadien erst einmal eine ziemlich klare Absage erteilt.

Ach je, aus der Sicht des hoffnungsvollen Fans schien die Sache ganz gut zu laufen: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte ein Konzept auf den Tisch gelegt, das zunächst durchaus auf Gegenliebe gestoßen war (so outete sich Sachsens Ministerpräsident öffentlich als einer aus der Schar, die diesem Konzept erst einmal eine Chance geben wollten). Der imaginäre hoffnungsvolle Fan rieb sich überrascht die Augen – echt jetzt, könnte das klappen mit dem Gang in die Red-Bull-Arena? Wie kann man einer der runden 200 00 werden, die da endlich mal wieder Stadionatmosphäre schnuppern können?

Dann kam die Kehrtwende – etwa unter dem Eindruck der nun nicht ganz von der Hand zu weisenden Tatsache, dass sich die täglichen Fallzahlen nicht gut entwickeln. Überhaupt nicht gut. Dementsprechend war es dann eigentlich kaum noch eine Überraschung, als die Gesundheitsminister aus Bund und Ländern unter der Woche das Stoppschild auspackten – keine Fans im Stadion. Erst einmal bis zum 31. Oktober. „Die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der Länder sind gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsminister zu der Überzeugung gelangt, dass vor dem Hintergrund der pandemischen Lage die Öffnung der Stadien für Zuschauerinnen und Zuschauer nicht vertreten werden kann“, hieß es dazu in einer Pressemitteilung nach den Beratungen der Gesundheitsministerkonferenz (GMK).

Heißt im Klartext – es geht in der Bundesliga erst einmal weiter mit den Geisterspielen. Auch in Leipzig, auch in der Red-Bull-Arena zum Saisonauftakt gegen Mainz 05. Denn natürlich ist auch dies eine wichtige Nachricht dieser Tage – die Spielpläne liegen auf dem Tisch. Und diese halten für die deutsche Fußball-Beletage aus Leipziger Sicht schon am zweiten Spieltag einen gewissen Zungenschnalzer bereit – es geht nach Leverkusen, zu Bayer 04. Und am dritten Spieltag misst man sich gleich mit dem FC Schalke 04. Was ist mit den ganz großen Tieren? Nun, da muss man sich ein wenig gedulden: Ende Oktober, Anfang November reisen die „Roten Bullen“ zu Borussia Mönchengladbach, mit den Münchner Bayern muss man sich auswärts am Wochenende 4. bis 7. Dezember auseinandersetzen. Die Partie gegen die Borussen aus Dortmund steht dann am 14. Spieltag und findet damit bereits im nächsten Jahr statt – genauer gesagt am Wochenende vom 8. bis 11. Januar 2021.

Bleibt noch der Blick auf die Rahmendaten, die dieser Spielplan bereithält: Eine Winterpause ist mit dem bloßen Auge eigentlich nicht zu erkennen (nicht Fußball gespielt wird eigentlich nur am Weihnachtswochenende), die letzen beiden Spieltage fallen auf den Sonnabend, 15. Mai 2021, und den Sonnabend, 22. Mai 2021. Ach ja – nein, für RB Leipzig gibt es kein Heimspiel zum Saisonabschluss: Die Mannen von Julian Nagelsmann müssen am 34. Spieltag zu den „Eisernen“ von Union Berlin. Kann man aber auch mal machen. Jens Wagner

Infos: www.dfl.de

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