
Nunmehr steht es fest: Der westliche Teil der Agra-Brücke wird abgerissen. Darüber hat das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) die Vertreterinnen und Vertreter der Städte Leipzig und Markkleeberg sowie des Landkreises Leipzig informiert.
Abbruch soll bis zu zehn Monate dauern
Die Abbrucharbeiten sollen demnach acht bis zehn Monate dauern und – gute Nachricht! – eine Vollsperrung der Bundesstraße 2 ist voraussichtlich nicht notwendig. Die Ausschreibung für den Abbruch soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein.
Es galt etliche Faktoren abzuwägen – Aufwand und Machbarkeit, Risiken, Kosten und die Auswirkungen auf Umwelt und Verkehr. Unterm Strich kam eines heraus: Der Westteil der Agra-Brücke wird mithilfe von Vorschubrüstung und Sägeschnitten abgebaut. Und dies geht so: Auf zwei Brückenstützen wird die genannte Vorschubrüstung aufgesetzt, von der aus das rund 21 Meter lange Brückenfeld mit einer Seilsäge in zehn, 15 einigermaßen handliche Betonscheiben zerteilt wird.
Dies bietet nach LASuV-Einschätzung diverse Vorteile: Dank einer Sägeabdeckung werden Lärm und Staub so gering wie möglich gehalten. Auch die Eingriffe in den immerhin denkmalgeschützten Agra-Park könnten so im überschaubaren Rahmen gehalten werden. Ebenfalls wichtig: Nach dem Abbruch und dem Abtransport kann man die Betonscheiben genauer unter die Lupe nehmen, um Erkenntnisse über den tatsächlichen Zustand der Agra-Brücke zu gewinnen. red./jw

































