Michael Stelzl ist der neue Chef der Veolia-Niederlassung in Grim- ma. Foto: Daniel Schmitt
Michael Stelzl ist der neue Chef der Veolia-Niederlassung in Grim- ma. Foto: Daniel Schmitt

Mit Michael Stelzl hat die Niederlassung Grimma der Veolia Wasser Deutschland GmbH seit diesem Jahr einen neuen Leiter. Er ist in Sandersdorf-Brehna (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) zu Hause, Vater von zwei Kindern und Vizepräsident der SG Union-Sandersdorf. Außerdem engagiert sich der 43-Jährige im Ortschaftsrat seiner Heimatstadt und ist stellvertretender Ortsbürgermeister.

Beruflich liegt sein Fokus seit Kurzem im sächsischen Grimma, wo Michael Stelzl in die Fußstapfen von Kerstin Härtel tritt, die 13 Jahre bei Veolia gewesen ist und nun die Geschicke des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain leitet. Im Interview gibt der neue Niederlassungsleiter einen kleinen Einblick in sein neues Aufgabengebiet.

Herr Stelzl, Veolia ist Ihnen nicht neu. Sie waren dort lange im Vertrieb tätig und sind jetzt zurückgekehrt. Warum?

Weil mich die Stelle gereizt hat. Ich freue mich sehr auf all das, was mit der verantwortungsvollen Position der Niederlassungsleitung in Grimma verbunden ist. Auf die Herausforderungen. Die vielen verschiedenen Projekte. Und vor allem die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen, von denen ich viele schon kenne.

Wie sahen Ihre ersten Wochen in Grimma aus? Welche Aufgaben stehen als nächstes an?

Auch, wenn ich Veolia und unser Betriebsführungsprojekt in Grimma natürlich schon kannte, ist für mich trotz allem vieles neu gewesen – und ist es bis heute. Die Einarbeitung ist nach wenigen Wochen natürlich nicht abgeschlossen. Wir sind als Veolia im Auftrag des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain unterwegs und sorgen rund um die Uhr für die Versorgung von vielen Tausend Menschen mit Trinkwasser und sind dafür verantwortlich, dass das Abwasser aus Haushalten und Betrieben ordnungsgemäß behandelt wird, bevor es wieder in den Wasserkreislauf gelangt.

Das ist insgesamt eine riesige Aufgabe, die wahnsinnig viele Facetten hat, was die Leitung der Niederlassung auch so spannend macht. Im Sommer kommen dann die Freibäder wieder hinzu, um deren Betrieb wir uns im Auftrag der Kommunen kümmern, damit die Besucher in Colditz, Geithain und Kleinbothen einen erholsamen, entspannten Tag verbringen können. Kurzum: Es gibt viel zu tun. Und ich bin froh, dass ich Kolleginnen und Kollegen an meiner Seite habe, die ihren Job verstehen und mit Leidenschaft ausüben.

Wie sind Sie eigentlich zur Wasserwirtschaft gekommen?

Über Umwege. Mein Vater führte in Löberitz (Stadt Zörbig) in dritter Generation eine kleine Bäckerei. Die Idee war, dass ich das Ganze irgendwann mal übernehme. Doch daraus wurde nichts, weil ich nach meiner Ausbildung zum Bäcker eine Mehlstauballergie entwickelt habe. Also musste ich umdenken. Nach meiner zweiten Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann studierte ich an der Hochschule Magdeburg-Stendal Betriebswirtschaft – damals mit Unterstützung der MIDEWA als Praxispartner. Die MIDEWA ist als Wasserversorger im südlichen Sachsen-Anhalt verwurzelt.

Wie ging Ihre Entwicklung dann weiter?

Ich habe verschiedene Bereiche bei Veolia kennenlernen dürfen. Ich war im Kundenservice tätig, im Projektmanagement, habe mich dort um das Vertragsmanagement und Gebührenkalkulationen gekümmert und bin dann in den Bereich Kommunalentwicklung gewechselt. Dort lag mein Schwerpunkt auf dem Vertrieb.

Mit dem Wunsch, mich weiterzuentwickeln, bin ich im Sommer 2023 als Niederlassungsleiter zur MIDEWA in Merseburg gewechselt – ein Unternehmen, an dem Veolia auch beteiligt ist. Für kurze Zeit ging ich dann 2025 zu einem großen Entsorgungsunternehmen, um dort im Vertrieb zu arbeiten. Doch als Veolia jemanden für die Stelle in Grimma suchte, war das meine Chance – vielleicht war es sogar ein kleiner Wink des Schicksals.

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