„Wir sind,was wir tun“

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Feilenhauer Hans Martin bei der Arbeit. Foto: PM/Fabian Heublein

Wurzen. Arbeit bestimmt unser Leben. Wie wir sprechen, denken, uns bewegen – all das hängt damit zusammen, welchem Beruf, welcher Tätigkeit wir nachgehen. Die zunehmend hochorganisierte und hoch spezialisierte Arbeitswelt wirkt prägend, sie spiegelt sich in unseren Gesichtern und Händen, Gesten und Reaktionen. Standesbewusstsein, Inhalte, Formen, Mittel und Kleidung der Arbeit ändern sich unablässig. Das lässt niemanden unberührt, die Veränderungen schreiben sich unserem Denken und Fühlen und auch unserem Angesicht, unserem Körper ein.

Der Leipziger Fotograf Fabian Heublein setzt sich mit diesen Veränderungen schon seit mehreren Jahren künstlerisch auseinander, indem er Menschen an ihren Arbeitsplätzen porträtiert. Seine Fotografien weisen auf die sich wandelnden Beziehungen der Menschen zur Arbeit und auf ihr verändertes Selbstbild hin. Bezeichnend ist dabei die Selbstverständlichkeit, mit der sich die Porträtierten der Kamera stellen. Ihre Vertrautheit mit dem Arbeitsplatz und die Sensibilität des Künstlers verhindern einstudierte Posen. Die unterschiedlichen Werkreihen lassen den Betrachter neue Haltungen in der Arbeitswelt entdecken, belegen aber ebenso die Beständigkeit oder das Verschwinden bestimmter Arbeitskulturen.

Die Porträts aus der Arbeitswelt werden in der Städtischen Galerie „Am Markt“ (Markt 1, Wurzen) bis zum 11. Februar 2023 gezeigt. Zu sehen sind 45 Fotografien etwa aus den Reihen Berufe 4.0, StartUp, Werk 2 und Waldarbeiter. Veranstaltet wird die Ausstellung vom Kulturhistorischen Museum Wurzen gemeinsam mit der mit Ringelnatzsammlung.

Öffnungszeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag 13 bis 18 Uhr, Mittwoch 9 bis 12 und 13 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 12 Uhr, Infos: www.kultur-wurzen.de und www.fabianheublein.de

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