n Bad Lausick wird künftig ein Rettungstransportwagen rund um die Uhr stationiert. Foto (Symbol): Archiv
Ein Rettungswagen mit der Aufschrift 112 fährt mit Blaulicht durch die Stadt (Aufnahme mit langer Belichtungszeit). In Niedersachsen formiert sich der Widerstand gegen die von Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) geplante Reform der Notfallversorgung. +++ dpa-Bildfunk +++

Der Rettungsdienst im Landkreis Leipzig steht vor wichtigen Neuerungen. In jüngsten Sitzung haben die Kreisrätinnen und Kreisräte entscheidende Weichen gestellt – sowohl für die kurzfristige Weiterentwicklung des Einsatzsystems als auch für die langfristige Ausschreibung der Rettungsdienstleistungen.

Hintergrund ist ein umfangreiches Sachverständigengutachten aus dem Jahr 2024, das zahlreiche Empfehlungen zur Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung enthält. Bereits im Juni hatte sich der Kreistag grundsätzlich dafür ausgesprochen, die Vorschläge umzusetzen. Nun wurde mit der ersten Fortschreibung des Bereichsplanes die konkrete Grundlage geschaffen.

Seit 1. Januar sollen mehrere Maßnahmen greifen, die für eine bessere Abdeckung im Landkreis sorgen. Besonders bedeutsam ist die Schließung einer einsatztaktischen Versorgungslücke im Raum Bad Lausick: Dort wird künftig ein Rettungstransportwagen rund um die Uhr stationiert.

Drei Sonderkrankenkraftwagen

Außerdem wird das Pilotprojekt zur Erprobung von drei Sonderkrankenkraftwagen fortgeführt – darunter auch an den Standorten Wurzen und Grimma. Insgesamt stehen dafür 107 Wochenstunden bereit. Zudem werden die Vorhaltezeiten im Krankentransport auf 582 Wochenstunden erhöht.

Der Bereichsbeirat Rettungsdienst hatte der Fortschreibung bereits im Oktober zugestimmt. Auch mit den Kostenträgern konnte eine Einigung für den Zeitraum bis Ende 2027 erzielt werden. Parallel dazu bereitet der Landkreis die Ausschreibung der Rettungsdienstleistungen für die Jahre 2028 bis 2032 vor.

Neufassung des Bereichsplanes

Derzeit werden die Einsätze von drei DRK-Organisationen durchgeführt – deren Verträge laufen zum 31. Dezember 2027 aus. Das neue Vergabeverfahren soll offen und rechtlich eng begleitet erfolgen, denn das Gesamtvolumen liegt bei mindestens 324 Millionen Euro.

Grundlage bildet die Neufassung des Bereichsplanes für die Jahre 2028 bis 2034. Dieser definiert nicht nur die Standorte der Rettungswachen und Außenstellen, sondern auch den Bedarf an Rettungswagen, Notarztfahrzeugen und Krankentransportwagen. Damit legt der Landkreis die wesentlichen Rahmenbedingungen für eine moderne, leistungsfähige und zukunftssichere Rettungsdienststruktur fest.

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