Gemeinsam in Leipzig unterwegs: LDS-Präsident Béla Bélafi und Pharmazierat Dr. Dima Kuzmenka (v.l.) nahmen Apotheken in der Messestadt unter die Lupe. Foto: Landesdirektion Sachsen
Gemeinsam in Leipzig unterwegs: LDS-Präsident Béla Bélafi und Pharmazierat Dr. Dima Kuzmenka (v.l.) nahmen Apotheken in der Messestadt unter die Lupe. Foto: Landesdirektion Sachsen

Unterwegs in Leipzig – das war in diesen Tagen Dr. Dima Kuzmenka und dies in dienstlichem Auftrag. Eigentlich ist er Apotheker in Freiberg und sogar noch ein bisschen mehr: Er ist einer von derzeit 26 ehrenamtlichen tätigen Pharmazieräten, die im Turnus von zwei bis vier Jahren Apotheken in ganz Sachsen auf Herz und Nieren prüfen. Und genau diesen Prüfauftrag hatte er bei seinem Leipzig-Besuch in der Tasche.

Diesen Auftrag nimmt Dr. Dima Kuzmenka sehr ernst – aus gutem Grund: „Die Apotheke vor Ort ist weit mehr als eine Ausgabestelle für Medikamente. Neben der persönlichen Beratung übernimmt sie eine zentrale Rolle bei der individuellen Versorgung – insbesondere durch die eigene Arzneimittelherstellung.“

Apotheken müssen bei Lieferengpässen schnell reagieren

„So können Apotheken auch bei Lieferengpässen schnell reagieren.“ Eine Vielzahl von Medikamenten wie Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Salben, Cremes, Gele, Pasten, Kapseln, Pulver, und Zäpfchen werden in zum Teil individuellen Dosierungen in Apothekenlabors in kurzer Zeit hergestellt. Ein aktuelles Beispiel war während der Corona-Pandemie die Herstellung von Desinfektionsmitteln, im Jahr 2023 lag aufgrund eines Lieferengpasses der Schwerpunkt auf antibiotikahaltige Säfte für Kinder.

Und so blickt er als sachverständiger Apotheker gern genauer hin: Werden die gesetzlichen Vorschriften zu Lagerung, Dokumentation, Herstellung sowie den Umgang mit Arznei- und Betäubungsmitteln eingehalten. Auch die Räumlichkeiten, Ausstattungen und der Einsatz des Fachpersonals werden unter die Lupe genommen.

Höchste Anforderungen an Qualität

„Damit diese patientenindividuellen Arzneimittel höchsten Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Unbedenklichkeit entsprechen, wird ihre Herstellung im Rahmen der Apotheken-Inspektionen regelmäßig überprüft“, sagt der Pharmazierat noch einmal mit Blick auf die Medikamente, die vor Ort hergestellt werden.

Durch ihre Berufstätigkeit bringen die Pharmazieräte wie Dr. Dima Kuzmenka Praxiserfahrung und Fachkompetenz in die Inspektionstätigkeit ein. Damit tragen sie entscheidend zur Effektivität der Apothekenüberwachung bei. Sie überprüfen jedoch nicht nur, sondern treten mit ihren Kolleginnen und Kollegen zugleich in einen Erfahrungsaustausch.

Wie wichtig dies ist, unterstreicht Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen (LDS), die diese Überprüfungen beauftragt: „Unsere ehrenamtlichen Pharmazieräte sind unverzichtbarer Teil der sächsischen Apothekenlandschaft. Mit ihrer Arbeit tragen sie zu einer sicheren Arzneimittelversorgung in unserem Freistaat bei.“

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here