Ohrwurmträchtige Melodien und fesselnde Songtexte: Sophia Günst und Annelie Weißel sind „Görda“. Foto: Line Tsoj
Ohrwurmträchtige Melodien und fesselnde Songtexte: Sophia Günst und Annelie Weißel sind „Görda“. Foto: Line Tsoj

Jetzt Musik hören! Pop-Musik und zwar aus Leipzig, Dresden und Chemnitz: Die entsprechenden Hörbeispiele hat man in diesen Tagen in der Leipziger Schaubühne Lindenfels: Dort wurden die fünf Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs Popmusik Sachsen 2026 ausgezeichnet – und besonders coole Festivals sowie Livemusikspielstätten ebenfalls.

Hey, da müsste Musik sein – die begleitet, bewegt und verbindet Menschen. Zum Beispiel der groovige Indie-Pop mit klugen Texten vom Duo Görda oder der gleichermaßen ehrliche wie melodiöse Rap-Sound von Juno030 oder der voluminöse Disco-Soul von Deslin Ami Kaba: Diese drei Projekte aus der Messestadt haben ihn nämlich bekommen, den Preis „Beste neue Acts“ beim Wettbewerb Popmusik Sachsen 2026. Dazu gesellen sich noch rémi.fr aus Dresden und Selma Juhran aus Chemnitz.

Büro für Popkultur und Musik Sachsen

Was wiederum einen Eintrag im Geschichtsbuch wert ist: Erstmals zeichnet das neu gegründete Büro für Popkultur und Musik Sachsen (BPM Sachsen) für den Wettbewerb verantwortlich – im Auftrag des sächsischen Wirtschaftsministeriums. Wobei die beiden Akteure eine – nun ja – unterschiedliche Sicht auf die Dinge haben, die da im Freistaat laufen.

„Mich beeindruckt, wie kreativ und vernetzt hier gearbeitet wird – von der Bühne bis ins Studio, von der Produktion bis zum Design. Die Musikbranche zeigt sich als echter Allrounder. Die Preisträgerinnen und Preisträger beweisen eindrucksvoll, wie viel Leidenschaft und Professionalität in Sachsens Popkultur stecken“, lobt Minister Dirk Panter.

Kehrseiten der Popmusik-Medaille

BPM-Leiterin Alex Pagel verweist hingegen auch auf diverse Kehrseiten der Popmusik-Medaille, die gerade in den Jurysitzungen deutlich wurden. Diese Jury war vielschichtig besetzt mit Menschen aus Journalismus, Musik, Clubkultur, Creative-Tech und Kulturarbeit. „Dank dieser Perspektivvielfalt konnten wir zwei Vorhaben gesondert hervorheben: Diese spannen den Bogen von der digitalen Konservierung sächsischer Club-Orte bis hin zu innovativen Wegen aus der urbanen Proberaumnot“, sagt Alex Pagel – ihres Zeichens auch Juryvorsitzende.

Deshalb finden sich all diese Dinge auch in der Preisträgerliste wieder: Mit dem Projekt Lost Clubs Leipzig wird eines mit einem Sonderpreis geehrt, das die interaktiv die Geschichte verschwundener Clubs in der Messestadt dokumentiert.

Und wenn man in der Liste auf den Namen elipamanoke stößt, ist sofort die allgemeine Unsicherheit über die Zukunft dieses Clubs im Leipziger Westen im Besonderen und vieler Clubs in der Messestadt im Allgemeinen ein Thema. Immerhin – der Wettbewerb lenkt Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit auf dieses Thema.

Und ein Versprechen von Dirk Panter gibt es auch: „Mit dem Büro für Popkultur und Musik Sachsen möchten wir genau dieses kreative Potenzial weiter stärken und verlässliche Strukturen schaffen, damit Musik in und aus Sachsen wachsen und begeistern kann.“

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