
Ein letzter Versuch, der die ganze Saison bündelt: Jason Campbell vom Stemmclub Leipzig zerrt mit aller Gewalt an der 312,5 Kilogramm schweren Hantel, doch sie bewegt sich nicht. Damit war klar: Der KSV Bad Lausick hat im Landesfinale der Sachsenliga Kraftdreikampf im allerletzten Moment zugeschlagen und Bronze ergattert.
Am 28. März trafen beim gastgebenden USV TU Dresden die stärksten Teams aufeinander. Während Dresden (1.306,81 Punkte) und der KBV Bautzen e.V. (1.210,82) das Feld souverän anführten, entbrannte dahinter ein packender Kampf. Mit einer nahezu fehlerfreien Mannschaftsleistung sicherte sich Bad Lausick (1.170,98) Platz drei vor Leipzig (1.158,39), gefolgt vom SV Rotation Langenbach e.V. (1.100,36) und Dresden II (736,54).
Bad Lausicker Trio schöpft Potenzial voll aus
Im Zentrum stand ein Bad Lausicker Trio, das sein Potenzial voll ausschöpfte. Steven Vierig setzte als frischgebackener Vize-Deutscher Meister das Fundament. Ohne Ermüdungserscheinungen im vierten Wettkampf in Folge absolvierte er extrem starke Versuche, gekrönt von 255 kg im Kreuzheben. Mit 625 kg im Total und teaminternen 399,66 Punkten war er der ruhende Pol.
Fabian Keck zeigte enorme Dynamik und beeindruckte besonders auf der Bank: Bei nur 84 kg Körpergewicht schob er scheinbar mühelos 155 kg nach oben. Ein kurzfristiger Technikwechsel beim Kreuzheben (230 kg) sorgte im Anschluss für Staunen. Er steuerte bärenstarke 595 kg (398,95 Punkte) zum Teamergebnis bei.
Neue Bestmarke von 260 kg
Ole Gretschel ackerte sich derweil mit beeindruckender Konsequenz durch den Wettkampf. Auch wenn er im Kreuzheben an seiner angepeilten neuen Bestmarke von 260 kg hauchdünn scheiterte, untermauerte er mit 605 kg (372,37 Punkte) unmissverständlich seinen festen Platz im Kader der Kurstädter.
Auch abseits der Plattform agierte das Team als Einheit: Hans-Ulrich Sickert fungierte als Plattformwart, Jan Arnold und Thomas Ludwig betreuten die Athleten am Eisen. Nach diesem Bronze-Coup richtet sich der Blick der Kurstädter nun auf die Bankdrück-Saison im Sommer. Ein erster Testlauf für die neue Aufstellung wird das vereinsinterne Klaus-Weber-Gedenkturnier Anfang Juli sein. TL

































