Dr. Anselm Hartinger (Direktor Stadtgeschichtliches Museum Leipzig), Dr. Johanna Sänger und Dr. Maike Günther (Kuratorinnen Stadtgeschichtliches Museum Leipzig) und Sven Gerling (Betreiber Restaurant Zum Coffe Baum) präsentieren Erfolge in den Museen und Ausstellungen des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig. Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig/Ricarda Abendroth
Dr. Anselm Hartinger (Direktor Stadtgeschichtliches Museum Leipzig), Dr. Johanna Sänger und Dr. Maike Günther (Kuratorinnen Stadtgeschichtliches Museum Leipzig) und Sven Gerling (Betreiber Restaurant Zum Coffe Baum) präsentieren Erfolge in den Museen und Ausstellungen des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig. Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig/Ricarda Abendroth

Das sind mal Rekordzahlen: Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig verzeichnet mit 603 082 Gästen für das Jahr 2025 in allen Häusern und Ausstellungsstätten einen neuen Allzeit-Besucherrekord, ein Plus von nochmals 60 000 Gästen im Vergleich zum bereits sehr erfolgreichen Vorjahr.

Das wiedereröffnete Museum Zum Arabischen Coffe Baum, der kostenfreie Eintritt in die Dauerausstellungen im Alten Rathaus, Kindermuseum und Schillerhaus, herausragend besuchte Sonderausstellungen zu den 90er Jahren in Leipzig und zur Kultfigur der Fernsehgeschichte, dem Sandmännchen, ebenso engagierte Programmangebote tragen zum publikumsstärksten Jahr bei und unterstreichen die Stellung des Museums als eines der führenden Stadtmuseen Deutschlands.

Spannendes Angebot unter schwierigen Bedingungen

„Das erfolgreiche Museumsjahr 2025 zeigt, dass die Idee der lebendigen und gegenwartsorientierten Begegnung mit Geschichte und ihren Zeugnissen nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat“, sagt Museumsdirektor Dr. Anselm Hartinger.

Nach seiner Einschätzung habe sich das Museum auch unter schwierigen Rahmenbedingungen und mit einem für die vielen Themen und Häuser durchaus begrenzten Team ein hochspannendes Angebot entwickeln können, wobei gerade die Aufarbeitung der Transformationszeit in den 1990er Jahren seit langem ausstand: „Viel Freude haben uns die vielen Kinder und Familien gemacht, die zwischen Sandmann und Kindermuseum ein Stück weit wiederentdeckt haben, was man jenseits von Smartphone und Bildschirm mit den eigenen Händen gestalten kann.“

Sonderausstellung bis 15. März verlängert

Apropos Sandmännchen: Die Sonderausstellung „Unser Sandmännchen in Leipzig“ wird noch einmal verlängert – sehen kann man sie im Haus Böttchergäßchen nun noch bis 15. März. Gezeigt werden originale Sandmännchen-Puppen und Begleitfiguren wie Herr Fuchs und Frau Elster sowie originale Szenen aus vielen Jahrzehnten Sandmännchen-Produktion.

Die Sandmann-Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum in Leipzig ist noch bis 15. März zu sehen. Historischer Sandmann von 1960 im Auto. Foto: André Kempner
Die Sandmann-Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum in Leipzig ist noch bis 15. März zu sehen. Historischer Sandmann von 1960 im Auto. Foto: André Kempner

Dazu gehören der spektakuläre Fuhrpark des Sandmännchens mit dem „Senkrechtstarter“ ebenso wie Requisiten und Kulissen aus seinen Besuchen im Märchenwald, im Weltraum oder in der Messestadt Leipzig. Eine Auswahl an dazu passenden Sandmännchen-Folgen ist zu sehen. Außerdem gibt es Mitmachaktionen und interaktive Bereiche für Kinder.

30.000 Gäste im Museum Zum Arabischen Coffe

Ebenfalls interessant: Das seit 1. Juli 2025 wiedereröffnete Museum Zum Arabischen Coffe Baum verzeichnet auf Anhieb knapp 30000 Gäste. Eines der ältesten Kaffeehäuser Europas zeigt damit, dass gastronomischer Genuss und sinnliches Museumserlebnis hier die erwünschte Symbiose eingehen, eine Geschichte von weltumspannender Dimension auch mit prägnant lokaler Färbung erzählt werden kann. Leipzig wurde mit dem Haus und Museum Zum Arabischen Coffe Baum um eine touristische Spitzenattraktion reicher.

Auch das Völkerschlachtdenkmal hat mit 308.000 Besuchenden in 2025 eines der besten Jahre seiner Geschichte eingefahren. In Leipzigs Wahrzeichen rücken 2026 neue Räume und Dimensionen in den Vordergrund. So erwartet die Gäste seit Januar 2026 beim Denkmalsbesuch in der Ruhmeshalle eine neue Kommentierung der Monumentalfiguren, an der profilierte Persönlichkeiten der Stadtgesellschaft mitgewirkt haben.

Im Frühjahr des Jahres wird zudem die für die Vermittlung der Denkmalsgeschichte so wichtige Ausstellung im Fundamentbereich erstmals für alle Besuchenden geöffnet. Darüber hinaus laufen neben dem ständig herausfordernden Bauerhalt vorbereitende Maßnahmen für den geplanten Umzug der Völkerschlacht-Ausstellung Forum 1813 in das Denkmalsinnere, durch den 2027 auch erstmals eigene Räume für eine moderne Museumsvermittlung und Veranstaltungstätigkeit freiwerden.

Viele neue Ideen

Der Museumschef blickt zudem voraus: „Um neue Ideen für die Zukunft ist uns an keiner unserer Spielstätten bange, und gerade auch im jüdischen Themenjahr Tacheles werden wir mit dem wiedererschlossenen Fotobestand Mittelmann einen gewichtigen Beitrag leisten. Wichtig für die Zukunft wird sein, dass wir strukturell mehr Bewegungsfreiheit bekommen, um unseren Bildungsauftrag auch in Zeiten angespannter Haushalte engagiert und qualitätsvoll erfüllen zu können und den Erwartungen einer immer vielgestaltigeren Gesellschaft gerecht zu werden.“ red./jw

www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de

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