Auf die Kür folgt die Pflicht: Nach der Präsentation der VVG-Damen im Grimmaer OBI-Markt samt Autogrammstunde steht an diesem Wochenende der Saisonauftakt an. Foto: Roger Dietze

Grimma„Endlich wieder zuhause!“ – Mit diesen Worten wurde dieser Tage der neue Coach des Zweitliga-Damenteams des Volleyballvereins Grimma (VVG), Ronny Lederer, im Rahmen der Team-Präsentation im Grimmaer OBI-Baumarkt begrüßt. „Neu“ ist der Leipziger allerdings lediglich auf der Position des Chef-Coaches, während er als Co-Trainer einige Jahre an der Mulde wirkte und unter anderem an einem Meistertitel beteiligt war, bevor er in den Leipziger Osten nach Engelsdorf und zuletzt nach Markkleeberg wechselte.

Zurück an der Mulde

Nun also ist der Mitt-Dreißiger zurück an der Mulde und startet mit seinem Team an diesem Sonnabend gegen den Südstaffel-Rückkehrer TV Dingolfing in der Grimmaer Muldentalhalle (Anstoß 18 Uhr) in die neue Saison. Hinter Lederer und seinen 13 Schützlingen liegt eine reichlich achtwöchige Vorbereitung, deren erster Teil stark von der Schwerpunktlegung auf eines der Markenzeichen des neuen Coaches, der Athletik, gekennzeichnet gewesen ist. „Entsprechend hart und schweißtreibend waren die ersten Vorbereitungswochen“, berichtet Kapitänin Julia Eckelmann, der zufolge sich der neue Mann auf der Trainerbank noch in einem weiteren Punkt von seinem Vorgänger Jorge Munari unterscheidet. „Ronny Lederer ist ein Taktikfuchs und verlangt entsprechend auch den Spielerinnen das dafür nötige Verständnis ab“, so Eckelmann. Spielerinnen, die in dieser Zusammensetzung gut miteinander harmonieren würden. „Selbstredend hat es etwas Zeit gebraucht, um uns zu finden, aber die Chemie stimmt absolut, und entsprechend haben in der Vorbereitung auch alle viel Spaß gehabt“, so die erfahrene Stamm-Zuspielerin.
Der Spaß am Volleyball-Spiel hat sich in ersten sportlichen Erfolgen niedergeschlagen. Am vergangenen Wochenende holten sich die VVG-Damen den Pokal im Rahmen eines Einladungsturnieres im bayerischen Unterhaching, wobei im Halbfinale die Staffel-Konkurrenz aus Planegg-Krailling und im Finale die aus Dingolfing bezwungen werden konnte. „Ich bin sehr angetan von der Leistung meiner Mannschaft, die schon Vieles von dem umgesetzt hat, was wir uns in den vergangenen Wochen erarbeitet haben“, kommentierte Coach Ronny Lederer den Ausflug nach Süddeutschland. Gleichwohl sei er sich dessen bewusst, dass das (Trainings-)Spiel gegen den TV Dingolfing nur bedingt zum Maßstab für den Saisonstart gegen den gleichen Gegner taugt. „Vorsicht ist auf jeden Fall geboten, und ich denke, dass unser Team auch entsprechend gewarnt ist“, so der 35-Jährige, der zuletzt die Männer des Regionalligisten TSG Markkleeberg trainiert hatte. Und der mit seinem neuen Team nach eigenem Bekunden taktisch auf einem guten Weg ist. „Natürlich benötigen solche Sachen etwas Zeit, aber grundsätzlich ergänzen sich alle Spielerinnen gut und es gibt keine Leitwölfin im Team, die im Falle eines Ausfalls das Mannschaftsgefüge sprengen würde.“

Erwartungen voll erfüllt

Apropos Ausfall: Hinter dem Einsatz von Neuzugang Elena Kömmling stand bei Redaktionsschluss zu Wochenmitte aufgrund einer Muskelzerrung noch ein kleines Fragezeichen. „Elena hat sich in der Vorbereitung zu dem von mir erhofften wichtigen Faktor im Team entwickelt“, lobt Teammanager Frank Geißler die vom Staffel-Konkurrenten VCO Dresden nach Grimma gewechselte 1,78 Meter große Außenangreiferin. Und auch Geißlers vom Erstligisten Suhl an die Mulde geholte Wunschspielerin Steffi Kuhn hat bislang laut dem Teammanager die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt. „Sie hat umgehend gemeinsam mit Kapitänin Julia Eckelmann die Chefrolle auf dem Parkett übernommen“, so Frank Geißler, der im Hinblick auf die neue Saison „ein sehr gutes Gefühl“ hat. „Die Mannschaft scharrt mit den Hufen und ist extrem heiß auf die neue Saison, was auch mit der sehr langen Vorbereitungsphase zu tun hat.“ Roger Dietze

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