Leipziger Pflegeheim zeigt Projekt mit den Buchkindern

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Sie waren dabei bei dem Projekt der „Buchsenioren“ in der Aus- stellung: Friederike Plöger vom Buchkinder Leipzig e. V., Bewohne- rin Felizitas Viering, Buchkind Flora und Pflegedienstleiter Lars Theis (v.l.) Foto: Alexander Friebel
Sie waren dabei bei dem Projekt der „Buchsenioren“ in der Aus- stellung: Friederike Plöger vom Buchkinder Leipzig e. V., Bewohne- rin Felizitas Viering, Buchkind Flora und Pflegedienstleiter Lars Theis (v.l.) Foto: Alexander Friebel

Eine bemerkenswerte Ausstellung ist in diesen Tagen in der „Wohnen und Pflegen“-Einrichtung von Agaplesion Bethanien in Leipzig eröffnet worden: „Buchsenioren“ zeigt die Ergebnisse der künstlerischen Zusammenarbeit von zwei Generationen – von Bewohnerinnen und Bewohnern des Altenpflegeheimes auf der einen und der Leipziger „Buchkinder“ auf der anderen Seite.

Zwei Generationen an einem Tisch, gemeinsam in ein künstlerisches Projekt vertieft. Der Moment, an dem der kreative Funke von Jung auf Alt überspringt und zündet, verbindet. Und mehr noch: Dieser Moment kann teilweise verschollene Erinnerungen aus einem langen Leben zurückholen und in Kunst verwandeln.

Pilotprojekt „Buchsenioren“

So geschehen im Rahmen des Pilotprojektes „Buchsenioren“, das soeben mit tatkräftiger Unterstützung des Vereins Buchkinder Leipzig in der „Wohnen und Pflegen“-Einrichtung Agaplesion Bethanien realisiert worden ist. Die Ergebnisse kann man nun in einer Ausstellung unter der Überschrift „Es ist ein entfernter Begriff. Da kann man sich was aussuchen“ noch bis 30. September sehen.

„Wir sind berührt und begeistert, wie gut es gelungen ist, unsere Bewohnerinnen und Bewohner zu künstlerischen Höhenflügen auf Basis ihrer Biografien zu stimulieren“, freut sich Lars Theis als Initiator des Pilotprojektes und Pflegedienstleiter der „Wohnen und Pflegen“-Einrichtung: „Wir sind den Buchkindern und allen Akteuren des Vereins sehr dankbar für diese Erfahrung und hoffen auf eine Neuauflage des Buchsenioren-Projektes.“

Lesung der Buchkinder

Die gemeinsame Arbeit startete im Mai 2026 mit einer Lesung der Buchkinder und der Möglichkeit, sich in einer mobilen Druckwerkstatt auszuprobieren. Es folgten wöchentliche Treffen in einer gemischten Gruppe, an denen sich neben geistig regen Bewohnerinnen und Bewohner auch solche mit einer Demenzerkrankung beteiligten.

Zusätzlich zu den Buchkindern unterstützten zwei Mitarbeitende des Vereins und die hauseigene Ergotherapeutin bei der gemeinsamen künstlerischen Reise. Schritt für Schritt entstanden so auf Styroporplatten gedruckte Werke in Wort und Bild, die gespickt sind mit biografischen Bezügen der Seniorinnen und Senioren. red./jw

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