Haus der Festivals: Leipzig plant Kultur-Neubau in der Gottschedstraße

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Für die Gottschedstraße 16 gab es schon viele Namen: Metropol, Kammerspiele, Neue Szene, Skala. In Zukunft soll das frühere Theater-Gebäude als
Für die Gottschedstraße 16 gab es schon viele Namen: Metropol, Kammerspiele, Neue Szene, Skala. In Zukunft soll das frühere Theater-Gebäude als "Haus der Festivals" genutzt werden. Foto: Jens Rometsch

Geht da bald was in der Gottschedstraße 16? Die Stadt Leipzig gibt sich optimistisch und setzt darauf, dass in der einstigen Skala ab 2027 das „Haus der Festivals“ entsteht – wenn der Stadtrat zustimmt, wohlgemerkt. Immerhin soll es in den kommenden Herbstmonaten mit der Ausführungsplanung für das Projekt losgehen.

„Gerade in Zeiten angespannter Haushalte ist es sinnvoll, Kräfte zu bündeln. Umso mehr, wenn Bund und Freistaat uns dabei mit hohen Fördersummen unterstützen“, erklärt Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke und ergänzt: „Das ,Haus der Festivals‘ stärkt die Leipziger Kulturlandschaft durch gemeinsame Infrastruktur, den Aufbau von fachübergreifenden Netzwerk- und Kooperationsstrukturen und einen lebendigen und innovativen Spielort für Musik und Festivals.“

Festivals, Musik und internationale Begegnungen

Und genau diese kulturelle Vielfalt sei „ein entscheidender Standortfaktor für Leipzig. Festivals, Musik und internationale Begegnungen tragen wesentlich zur Strahlkraft Leipzigs in die Welt bei“.

Deshalb soll mit dem „Haus der Festivals“ der zentral gelegene und etablierte Kulturstandort in der Gottschedstraße 16 grundhaft neu entwickelt werden. Und dies ist vorgesehen: Der Veranstaltungssaal wird mit dem Ziel der multifunktionalen Nutzbarkeit umfangreich modernisiert. Der Jazzclub Leipzig als Hauptmieter soll diesen zu seiner neuen und ganzjährig betriebenen Spielstätte entwickeln.

Daneben sollen im „Haus der Festivals“ zukünftig die Leipziger DOK-Filmwochen GmbH, der LeipJazzig, die euro-scene Leipzig, der Schumann-Verein und der Leipziger Literarischer Herbst GbR sowie Akteure der freien Szene und Kreativwirtschaft arbeiten und den Veranstaltungssaal für ihre Formate wie Filmvorführungen, Tanz- und Theateraufführungen, Lesungen und Konferenzen nutzen.

Heimstätte für das Leipziger Kulturleben

„Die geplante Maßnahme knüpft an die lange kulturelle Tradition des Hauses an und schafft darüber hinaus eine neue Heimstätte für das Leipziger Kulturleben und seine vielfältigen Angebote. Damit setzen wir auch ein Zeichen für nachhaltige Kulturinfrastruktur. Der Dank gilt dabei allen politischen Akteuren, die dieses Vorhaben ermöglicht haben“, ergänzt der amtierende Kulturamtsleiter Tobias Kobe.

Die Baukosten betragen nach aktuellem Stand rund 17,33 Millionen Euro. Hieran beteiligen sich der Freistaat Sachen mit 6,95 Millionen Euro und der Bund mit 4,95 Millionen Euro. Von beiden Fördermittelgebern liegen die entsprechenden Bescheide vor. Für den verbleibenden Eigenanteil in Höhe von ca. 5,43 Millionen Euro bemüht sich die Stadt Leipzig um weitere Fördermittel. red./jw

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