
Die Nummer 6000 ist raus. Und zwar raus an den Roten Stern in Leipzig: Das Jubiläumsexemplar 2026 vom Leipziger EhrenamtsPass wurde in diesen Tagen an Luise Popp ausgegeben, ihres Zeichens Trainerin bei dem Fußballverein in der Südvorstadt – ein Dankeschön für ein langjähriges Engagement für den Mädchenfußball.
Von der aktiven Spielerin zur Nachwuchstrainerin
Seit 2014 ist Luise Popp bereits Mitglied bei Roter Stern Leipzig. Zunächst als aktive Spielerin in der Damenmannschaft, dann nach einer Familienpause als Ehrenamtliche an der Seitenlinie. Ihr Team: Die Bambini-Mädchen im Alter von sechs bis acht Jahren. Die Motivation: So hat sie die Möglichkeit, Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten und ihre Begeisterung für den Sport zu fördern.
„Sport im Verein ist mehr als nur Fitness; ein Verein lebt davon, dass alle mit anpacken und man als Einzelne*r Teil des Vereins ist“, sagt Luise Popp. Besonders bereichernd sei für sie zu erleben, wie die Kinder als Mannschaft zusammenwachsen. Gleichzeitig hebt sie die wichtige Unterstützung der Eltern hervor, die mit ihrem Engagement wesentlich zum Gelingen des Vereinslebens beitragen.
Viel unsichtbares Ehrenamt im Verein
Auch Thomas Köhler, Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Roten Stern Leipzig, betont die Bedeutung dieses oft wenig sichtbaren Einsatzes: „Die Eltern sind sehr wichtig im Sportverein, sie übernehmen viele kleine Aufgaben von der Betreuung der jüngsten Mannschaften bei Spielen bis zum Trikotwaschen. Es gibt generell ganz viel Ehrenamt bei uns im Verein, das gar nicht gleich sichtbar ist.“
Ohne dieses Engagement würde es nicht laufen. 1999 als Fußballverein gegründet ist Roter Stern Leipzig inzwischen zu einem etablierten Mehrspartenverein geworden, mit dem Gelände in der Teichstraße als „Homebase“. Rund 50 Trainerinnen und Trainer sind allein im Fußball ehrenamtlich aktiv. Und auch die Entwicklung der Vereinsstandorte – unter anderem an der Teichstraße – sowie der Bau der Sozialgebäude wurde maßgeblich durch ehrenamtliche Arbeit unterstützt. „Solche Einsätze machen Spaß und verbinden – und man sieht am Ende immer, was man gemeinsam geschaffen hat“, erklärt Luise Popp.
Der Bedarf an Ehrenamt ist weiterhin hoch
Gleichzeitig bleibt der Bedarf an ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainern noch, sagt Thomas Köhler: „Wir haben beim Nachwuchs in vielen Altersklassen teilweise sehr lange Wartelisten. Die Nachfrage ist sehr groß. Wenn wir es schaffen, dass sich mehr Trainer*innen in dem Bereich engagieren, können wir dieser Nachfrage sicher auch besser gerecht werden.“ Interessierte sind da bei Roter Stern Leipzig immer herzlich willkommen …
Der Freiwilligen-Agentur Leipzig ist es ein großes Anliegen, das freiwillige Engagement von Leipzigerinnen und Leipzigern zu fördern. Ein zentrales Element spielt dabei die Anerkennung und Würdigung dieses Engagements: Seit 2004 können Vereine und Organisationen ihre Ehrenamtlichen für den Leipziger EhrenamtsPass nominieren. Der Pass bietet Ermäßigungen bei rund 40 Kooperationspartnern in Kultur, Gastronomie oder Sport. Wurden in den Anfangsjahren einige Hundert EhrenamtsPässe ausgestellt, so erstellt das zum großen Teil selbst ehrenamtlich tätige Projektteam nun jährlich über 6000 Pässe. Auch im laufenden Jahr können Organisationen noch ihre Ehrenamtlichen, die die Kriterien zum Erhalt des Passes erfüllen, nominieren. red./jw
Infos: www.freiwilligen-agentur-leipzig.de/ehrenamtspass;
Infos zum Verein: www.rotersternleipzig.de



































