Anna Lorenz, hier mit ihrem Trainer Robert Becke, vertrat die Judoka des Döbelner SC bei der Deut- schen Einzelmeisterschaft U21. Foto: Claudia Müller
Anna Lorenz, hier mit ihrem Trainer Robert Becke, vertrat die Judoka des Döbelner SC bei der Deut- schen Einzelmeisterschaft U21. Foto: Claudia Müller

Die Judoka des Döbelner SC haben bei den Deutschen Einzelmeisterschaften (DEM) der U18 und U21 eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial im Verein steckt. Sowohl Hanna Thiele (U18) als auch Anna Lorenz (U21) präsentierten sich in ihren jeweiligen Altersklassen in Topform und sorgten für starke Ergebnisse.

Bereits Anfang März startete Hanna Thiele bei der DEM U18 in Leipzig. Begleitet von Trainer Mathias Conrad und Teamkameradin Anna Lorenz – Aufwärmpartnerin und Ein-Frau-Fanclub an diesem Tag – zeigte sie in der Gewichtsklasse bis 78 kg (16 Teilnehmerinnen) einen beeindruckenden Wettkampf. Gegen ihre erste Gegnerin setzte sie sich souverän mit einem Sturzwurf durch und erfüllte damit gleich zu Beginn ihr Ziel, mindestens einen Sieg zu erringen.

Niederlage in Runde zwei

Nach einer Niederlage in Runde zwei kämpfte sich Hanna in der Trostrunde eindrucksvoll zurück, glich nervenstark einen Rückstand aus und gewann schließlich mit einem starken Gegendreher. Damit trennte sie nur noch ein Kampf vom kleinen Finale um Platz drei, und ausgerechnet die Frauenliga-Teamkameradin aus Schkeuditz, Marie Röhler, stellte sich ihr in den Weg.

Ihr musste sich Hanna nach beherztem Angriff geschlagen geben. Am Ende stand für die Döbelnerin aber ein hervorragender 7. Platz – ein starkes Ergebnis bei Hannas erster DEM und eines der besten Resultate für Sachsen an diesem Tag.

Kampfrichter Nico Schertler und Toni Münch

In Leipzig waren außerdem die Döbelner Kampfrichter Nico Schertler und Toni Münch im Einsatz. Sie unterstützten das auf der Matte aktive Kampfgericht am Scoreboard, als Listenführung und Waage. Was im ersten Moment vielleicht entspannt klingt, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, denn nicht nur das Kampfgericht muss den gesamten Tag über die Konzentration hochhalten, auch die Tischbesetzung muss hellwach bleiben und darf keinen Fehler an der Tafel machen.

Tapfer hielten beide am Samstag über zwölf Stunden Wettkampf durch, waren auch am Sonntag wieder am Start und trugen so zu einem gelungenen Turnier bei. Eine Woche später ging in Potsdam die DEM U21 über die Bühne – und dieses Mal war Anna Lorenz selbst am Start, begleitet von Trainer Robert Becke.

In der stark besetzten Klasse bis 63 kg (29 Teilnehmerinnen) zeigte sie von Beginn an Selbstvertrauen. Ihren Auftaktkampf gewann sie schnell und klar mit zwei Waza-Ari, doch im zweiten Duell wartete mit Jolina Reinhold aus Bayern die frisch gebackene U18-Meisterin, die sich wie im Vorjahr die Titel beider Altersklassen sichern wollte.

Dritter Kampf wurde gewonnen

Die Döbelnerin hielt lange gut mit, musste jedoch nach knapp drei Minuten nach einem tief angesetzten Ippon-Seoi-Nage (Schulterwurf) den Kampf abgeben. In der darauffolgenden Trostrunde blieb sie fokussiert, setzte die zuvor besprochene Taktik perfekt um und gewann ihren dritten Kampf nach nur einer Minute mit Ippon.

Auch im darauffolgenden Duell bewies Anna Kampfgeist: Trotz deutlichem Rückstand blieb sie konzentriert und holte schließlich mit einem entschlossenen Harai-Goshi (Hüftfeger) den Sieg. Im fünften Kampf fehlten nach gut sieben Stunden Wettkampf schließlich die Kräfte, sodass nach fünf intensiven Kämpfen für Anna Schluss war.

Doch mit einem starken neunten Platz ließ sie zwei der drei anderen sächsischen Starterinnen hinter sich und erhielt viel Lob von Trainer Robert Becke und den sächsischen Landestrainern, die Anna ebenfalls im Blick hatten. Mit einem siebten und einem neunten Platz bei den nationalen Titelkämpfen liegen zwei erfolgreiche Wochenenden hinter den DSC-Judoka. Die gezeigten Leistungen lassen auf eine vielversprechende Liga-Saison des Frauenteams hoffen, die in zwei Wochen beginnt. Claudia Müller

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