
Wer die kleinen Kunstwerke besichtigt, ist im „Himmel“. So nennt sich der Bereich ganz oben im Grassi-Museum für Völkerkunde zu Leipzig, wo das Jugendbüro Pegau jetzt eine Ausstellung eröffnet hat – ein würdiger Ort für den Höhepunkt eines erfolgreichen Gemeinschaftsprojektes zu Strukturwandel und Klimaschutz von Diakonie Leipziger Land, dem Museum und der Filmemacherin Judith Schein.
„Gemeinsam mit mehr als 50 Kids haben wir uns acht Monate lang aus verschiedenen Perspektiven mit der Stadt Pegau und den Themen Kohle sowie erneuerbare Energien beschäftigt“, berichtet Christiane König vom Jugendbüro. Die Mädchen und Jungen zeichneten mit Kohle und Wind, arbeiteten mit Cyanotopie (Blaudruck), untersuchten Pflanzen aus der Tagebaulandschaft und Bilder von verlorenen Dörfern.
Stimmungsbild zu aktuellen Herausforderungen
Sie machten sich mit Interviewtechnik vertraut und befragten mutig Menschen auf der Straße. Herausgekommen sind unter anderem kleine Spots, die ein interessantes Stimmungsbild zu aktuellen Herausforderungen widerspiegeln. Eindrucksvoll auch die kleinen Spiele, die Postkarten und ein Buch mit dem Titel „Kohlemärchen“.
Letztes Jahr hatten die jungen Künstlerinnen und Künstler bereits eine Vernissage im Volkshaus der Stadt Pegau. Und nun also sogar im Grassi-Museum, wo der Name ihrer Stadt in den nächsten Wochen sehr präsent sein wird und wo sie demnächst eine Lesung aus ihrem selbst kreierten Buch anbieten. „Wir sind sehr stolz, uns hier zu präsentieren“, so Christiane König.
Das Projekt wurde gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung unter dem Motto „Miteinander reden“. Noch bis 25. Mai ist die Ausstellung im Grassi-Museum für Völkerkunde zu Leipzig am Johannsiplatz zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

































