
Von der (Alten) Messe West zum Technologiestandort der Zukunft: Diese Entwicklung soll weiter vorangetrieben werden – quasi als Ergänzung für den bereits erfolgreichen BioCity Campus am Deutschen Platz. Einen entsprechenden Bebauungsplan Nr. 451.1 „Semmelweisstraße / An den Tierkliniken-Nord“ hat die Stadtspitze jetzt vorgelegt.
Parallel dazu soll auch der Flächennutzungsplan in diesem Bereich angepasst werden. Dabei ist vorgesehen, künftig gewerbliche Nutzung zu ermöglichen und den Kohlrabizirkus für Kultur und Sport als Veranstaltungsstätte zu sichern. Über beide Vorlagen entscheidet abschließend der Stadtrat. Der Entwurf wird anschließend öffentlich ausgelegt, damit sich Bürger, Verbände und Vereine weiter in die Diskussion einbringen können.
Masterplanung für das 37 Hektar große Gebiet
Der Bebauungsplan basiert auf der Masterplanung für das rund 37 Hektar große Gebiet von der Semmelweisstraße bis südlich der Richard-Lehmann-Straße. Sie geht auf einen städtebaulichen Wettbewerb aus dem Jahr 2022 zurück, den die Berliner Büros de+ architekten gmbh sowie BACHER Landschaftsarchitekten für sich entschieden hatten. Um den Standort Leipzig im Bereich Wissenschaft und Wirtschaft attraktiv zu halten, sind auf dem Areal vor allem Flächen für Labore und Büros geplant.
Ziel ist es, technologieorientierte Unternehmen aus dem Bereich Life Sciences und Technologie anzusiedeln. Die Baufelder lassen sowohl kleinteilige Betriebe als auch großflächige Gewerbe- und Forschungsansiedlungen zu, um unterschiedliche Nachfragesegmente bedienen zu können. Im Kohlrabizirkus sollen zudem Angebote im kreativ-sportlichen Bereich geschaffen werden.
Die künftige Bebauung zwischen der früheren Großmarkthalle und der Richard-Lehmann-Straße orientiert sich an der Struktur der gegenüberliegenden Tierkliniken mit ruhigen Blockstrukturen. Die denkmalgeschützten Gebäude wie Kohlrabizirkus, Lokschuppen sowie ein Wohnhaus sollen erhalten werden; zusätzliche Wohnungen hingegen sind nicht vorgesehen.
Mehr Grün soll kommen
In dem stark versiegelten Gebiet soll zudem der öffentliche Freiraum aufgewertet werden, um das Stadtklima zu verbessern. Angedacht sind etwa Fassaden- und Dachbegrünung, bepflanzte Vorplätze und Innenhöfe. Ein angerförmiger kleiner Park wird als grünes Quartierszentrum angelegt. Da das Areal öffentlich bereits sehr gut angebunden ist, wird ein autoarmes Quartier angestrebt. red./jw
Hier gibt es weitere Infos zu den Plänen auf der Alten Messe.
































