Gibt den Ausblick auf eine Spielzeit 2026/2027, die unter dem Motto „Wir-Gesänge
Gibt den Ausblick auf eine Spielzeit 2026/2027, die unter dem Motto „Wir-Gesänge" steht: Das Team vom Schauspiel Leipzig um Enrico Lübbe (3.v.l.). Foto: Rolf Arnold

Was haben das Schauspiel Leipzig und das Theater der Jungen Welt (TDJW) in der Messestadt gemeinsam? Nun, beide Häuser haben schon mal den Blick in die Zukunft geöffnet – und die Spielpläne für 2026/2027 vorgestellt. Und eines ist klar: Die beiden Programme zeichnen sich bei allen Unterschieden durch Abwechslungsreichtum bei den Stücken, aber auch bei Themen und Herangehensweisen aus.

Unter dem Motto der Saison „Wir-Gesänge“ hält das Schauspiel Leipzig rund 20 Premieren in vier Spielstätten bereit. Im Zentrum steht dabei die Frage nach dem „Wir“, im Kontext mit gesellschaftlicher Zugehörigkeit, Konflikten, Sehnsüchten und Widersprüchen. Eröffnet wird die diesjährige Saison am 3. Oktober um 15 Uhr auf der großen Bühne mit dem groß angelegten Stück „Das Vermächtnis“ von Matthew Lopez. Bei diesem Gesellschaftspanorama kommt das Motto des neuen Spielplans sehr gut zur Geltung …

Begriffe Verantwortung und Begehren

Aber auch Begriffe Verantwortung und Begehren sollen verhandelt werden – ebenso wird von den Möglichkeiten und Zumutungen eines „Wir“ in der Gegenwart erzählt. Aufgeführt wird in dieser Spielzeit wieder an verschiedenen Spielstätten, die eben auch ein Jubiläum zu feiern haben – die Diskothek beispielsweise. Deshalb werden besondere Stücke gezeigt oder besondere Angebote gemacht.

Ebenfalls wichtig: Weiterhin soll es einmal im Monat Vorstellungen mit Audiodiskreption geben, wodurch Menschen, die sonst Theater nicht erleben würden, nahbar macht. Zu ausgewählten Terminen wird auch eine Kinderbetreuung angeboten.

Letzte Intendanz von Enrico Lübbe

Ach ja – die Spielzeit 2026/2027 ist die letzte in der Intendanz von Enrico Lübbe. Und da blickt das Schauspiel Leipzig auf eine Erfolgsbilanz: Die Auslastung der Vorstellungen stieg kontinuierlich an und erreichte 2025 mit 83 Prozent einen Höchstwert in der Geschichte des Hauses, was ein riesiger Erfolg war.

Im Theater der Jungen Welt (TDJW) ist das Motto: Es gibt keins! Die anstehende Spielzeit werde bunt und voller Überraschungen sein, sagt die Intendantin Miriam Tscholl. Grund dafür seien, die Fragen und Perspektiven der Kinder und Jugendlichen, diese wären viel zu groß, als das sie in ein Spielzeitmotto passen würden.

Das TDJW wird 80 Jahre alt

Doch auch hier gibt es in dieser Spielzeit eine Besonderheit! Das TDJW wird nämlich 80 Jahre. Damit ist es das älteste professionelle Theater für junges Publikum in Deutschland. Zum Jubiläum öffnet es die Türen für Groß und Klein mit Angeboten zum Mitmachen und entdecken. Außerdem wird im Stadtbüro eine Ausstellung zu sehen sein, die 80 Jahre TDJW aus der Sicht des Publikums erfahrbar macht.

In dem neuen Spielplan sind insgesamt zehn Premieren und 23 aus vergangenen Spielzeiten übernommene Stücke zu finden. Ein besonderes Highlight ist die Slapstick-Inszenierung „Alles gut!“ unter der Regie von Gregory Caers: Er verschafft damit Kindern die vergnügliche Ansicht, dass auch Erwachsene nicht immer alles im Griff haben. Ach ja: Für beide Häuser hat der Vorverkauf auch bereits begonnen. red./Marit Demmel

Infos: www.schauspiel-leipzig.de und theaterderjungenweltleipzig.de

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