
Ohne Menschen wie diese geht es einfach nicht – weil sie mit ihrer Aktivität die Stadtgesellschaft zusammenhalten: Elf Leipzigerinnen und Leipziger sind in diesen Tagen mit der Ehrennadel der Messestadt ausgezeichnet worden – als Dank für viele Jahre, ach was, viele Jahrzehnte voller ehrenamtlichen Engagement in Leipzig. Und dies sind die elf Namen, die man sich unbedingt merken sollte:
Seit Jahren unermüdlich aktiv
Die 41-jährige Franziska Deutschmann ist in ihrem Engagement als Vorstandsmitglied der Louise-Otto-Peters-Gesellschaft seit Jahren unermüdlich, kreativ und eine große Inspiration für das Engagement vieler Vereins- und Vorstandsmitglieder. Sie wirkt in zahlreichen Initiativen und Projekten zu den Themen Demokratie, Frauen- und Bürgerrechte mit und bringt sich im Kuratorium des Robert-Blum-Preises ein.
Kerstin Füldner (61 Jahre) engagierte sich bereits in jungen Jahren für Menschen aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Als Polizistin setzte sie sich später besonders für den Schutz Schwächerer ein, engagiert sich seit 2015 im Beirat für Menschen mit Behinderung und bei der Sächsischen Besuchskommission für Menschen mit unsichtbaren Behinderungen, Betroffene in sozialrechtlichen Verfahren und Bewohner betreuter Einrichtungen.
Seit Jahren ehrenamtlich bei der Arbeiter-Samariter-Jugend Leipzig
Der 21-jährige Tom Grünhagen und der 26 Jahre alte Kevin Henkel sind seit Jahren ehrenamtlich in der Arbeiter-Samariter-Jugend Leipzig aktiv. Sie leiten mehr als 50 Kinder und Jugendliche in Erste-Hilfe und Sanitätsdiensten an, begeistern sie damit spielerisch für soziales Engagement und bereiten sie auf Aufgaben im Katastrophenschutz. Mit ihrem „Teddy-Rettungswagen“ haben sie seit 2024 mehr als 7.000 Kinder, Jugendliche und Menschen mit Beeinträchtigungen erreicht.
Tasso Hanke (62 Jahre) trainiert seit vielen Jahren mit viel Herzblut Leichtathleten der Sportgemeinschaft Motor Gohlis-Nord Leipzig e. V. Nahezu ganzjährig reist er mit seinen Sportlerinnen und Sportlern durch die Stadien und Arenen der Republik, um an Wettkämpfen teilzunehmen. Darüber hinaus organisiert er seit 21 Jahren das internationale Hallensportfest bzw. Indoor-Meeting der Abteilung Leichtathletik.
Engagiert für Projekte wie das Afrika-Festival
Der 44-jährige Abdou „Sam“ Jarju – 1971 in Gambia geboren und seit 2000 in Deutschland lebend – wirkte in verschiedenen Vereinen mit, engagiert sich sozial und gehörte 2016 zu den Gründungsmitgliedern des Vereins YILP. Unter seinem ehrenamtlichen Vorsitz entwickelte sich der Verein zu einem wichtigen Partner der interkulturellen Arbeit, der Projekte wie etwa das Afrika-Festival „1000 Drums“ initiiert und die afrikanische Community in Leipzig stärkt.
Die 45 Jahre alte Susi Kirsten ist seit 2014 ehrenamtlich in der Außenstelle Leipzig des Weissen Ring tätig und setzt sich für Opfer von Straftaten ein. Sie führt Beratungsgespräche, begleitet Menschen zu Terminen bei Behörden und unterstützt sie dabei, wieder Orientierung und Sicherheit zu gewinnen. Ein wichtiger Schwerpunkt ihres Engagements liegt in der Präventionsarbeit insbesondere im Bereich der schulischen Bildungsarbeit und bei Sportveranstaltungen.
Fachhelfer beim THW Ortsverband Leipzig
Ronny Kodera (43 Jahre) ist als Fachhelfer beim THW Ortsverband Leipzig aktiv. „Seine“ Fachgruppe Räumen wird sehr häufig zu Einsätzen, oft wegen eines Brandes zur Unterstützung der Feuerwehr, gerufen. Als Schirrmeister ist er zudem für die Vorhaltung, Verwaltung und Erhaltung der Geräte- und Fahrzeugausstattung des Ortsverbandes verantwortlich. Bei über 25 Fahrzeugen und einer entsprechend großen Liegenschaft ist das eine enorme Menge (ehrenamtliche) Arbeit.
Die 84-jährige Adelheid Lüdtke sorgt seit 23 Jahren für die geistige Gesundheit von Senioren und ist trotz ihres Alters mit mehreren Gruppen als Gedächtnistrainerin aktiv, so zum Beispiel bei der AWO in Grünau und Plagwitz, im Betreuten Wohnen in Grünau, in Markranstädt und in Reudnitz-Thonberg. Die Arbeitsmaterialien erstellt und kopiert sie zu Hause auf eigene Kosten und reist zu allen Trainingsorten allein und mit öffentlichen Verkehrsmitteln an.
Der 87 Jahre alte Heinz-Jörg Panzner engagiert sich seit 1997 bei Lions Quest „Erwachsen werden“. Er etablierte das Unterrichtsprogramm in der Region Leipzig und darauffolgend in Sachsen. Seitdem hat er über 130 Fortbildungsseminare für Lehrkräfte an Förderschulen, Mittelschulen und Gymnasien mit rund 3800 Teilnehmern organisiert und durchgeführt. Darüber hinaus ist er Gründungsmitglied und Schatzmeister des Vereins zur Förderung der Lebenskompetenzen e.V.
Für neue Gedenkorte im Einsatz
Renate Peinel (75 Jahre) fand vor mehr als 30 Jahren über den Austausch mit Überlebenden von NS-Verbrechen zur Gedenkarbeit. Als Vorstandsmitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Leipzig setzte sie sich für die Schaffung neuer Gedenkorte ein. Ehrenamtlich tätig ist sie auch bei der Gedenkstätte für Zwangsarbeit, dem Initiativkreis Riebeckstraße 63 und der Dr.-Margarete-Blank-Gedenkstätte. red./jw
































