Hans-Dieter Hormann, Gründer des Leipziger Clown-Museums, dem einzigen in Europa, freut sich über das Riesengeschenk aus Oberammergau.
Hans-Dieter Hormann, Gründer des Leipziger Clown-Museums, dem einzigen in Europa, freut sich über das Riesengeschenk aus Oberammergau.

Erst perplex, dann den Tränen nahe und am Ende hocherfreut war Hans-Dieter Hormann über den Anruf aus Oberammergau im vergangenem Jahr, in dem Klaus Schwarzer mitteilte, wie sehr ihn das Leipziger Clown-Museum beeindruckte, wie fasziniert er war von den umfangreichen Raritäten und der Geschichte der Spaßmacher, Hanswurste und Clowns, und wie bei ihm der Gedanke reifte, dass seine umfangreiche Sammlung närrischer Objekte aus aller Welt nach Leipzig gehöre.

„Deshalb schenke ich Ihnen meine mir sehr liebgewordenen Raritäten, weil ich weiß, dass diese bei Ihnen, werter Herr Hormann, in den besten Händen sind“, erklärte der Oberammergauer Buchhändler weiter am Telefon. „Ich war sprachlos, konnte das Glück kaum glauben“, erinnert sich der Angerufene, dessen Clowns-Liebe mit neun Jahren begann und letztlich mit dem Clown-Museum in der Leipziger Breiten Straße, dem einzigen in Europa, ihren Höhepunkt fand und findet.

Sammlung aus Oberammergau kommt nach Leipzig

Von all dem sowie vom großen Vertrauen, das ihm geschenkt werde und von der Riesenfreude beim Eintreff der Sammlung aus Oberammergau erzählte Dieter Hormann im Städtischem Museum Taucha im Rittergutsschloss seinen Gästen, die am 21. Mai, dem Internationalen Museumstag, zur Eröffnung der Sonderausstellung „Clowns – mehr als nur Zirkus“ gekommen sind. In dieser erblickt zum ersten Mal ein Teil der fast 600 Objekte umfassende Sammlung das Licht der Museumswelt. Da ist die aus Holz handgeschnitzte keramiküberzogene Narrenmaske, die handgeschnitzte Minifigur des Hofnarren Augusts des Starken. Da präsentieren sich goldene Sektkelche von Clowns getragen ….

„Wir sind sehr froh und stolz, dass wir das erste Museum sind mit den Oberammergauer Schätzen, sagen Danke, und sicher freuen sich unsere Besucher über dieses Ereignis“, sagte Museumsleiterin Ricarda Döring. Und was gehört zu solch einer Vernissage noch dazu? Natürlich ein lebendiger Clown in Gestalt von Wolfgang Brand, international bekannt als Monello, der dezent am Rand für Groß und Klein seine Späßchen machte und damit der Eröffnungsschau die Krone aufsetzte.  Traudel Thalheim

Die Sonderausstellung kann am 25. Juni, 23. Juli und 27. August – jeweils ein Sonntag – von 13 bis 17 Uhr besucht werden. Weitere Besuchstermine montags bis freitags sind auf Anfrage möglich.

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