Inklusion im Museum der bildenden Künste in Leipzig - dafür sorgen auch 2026 Angebote wie
Inklusion im Museum der bildenden Künste in Leipzig - dafür sorgen auch 2026 Angebote wie "Blind sehen". Foto: MdbK

Rein ins Jahr 2026 – mit Entgeltfreiheit für die Dauerausstellung, vielen inklusiven Angeboten und nicht zuletzt mit zahlreichen Sonderausstellungen: Das Museum der bildenden Künste in Leipzig (MdbK) hat in diesen Tagen einen Ausblick auf die kommenden Monate gegeben. Und dabei steht zum einen das Sächsische Jahr der jüdischen Kultur im künstlerischen Blickpunkt wie auch der „Bilderkosmos # 3“, der am 23. April geöffnet wird.

Premiere für die Kuratorin Jenny Graser

Und dieser ist auch eine Premiere und zwar von der Kuratorin Jenny Graser: Was sich denn auch in feinen Veränderungen zeigt, denn künftig möchte man in den „Bilderkosmos # 3“ im Wechsel von drei Monaten auch Grafik und Fotografie integrieren. Freuen kann man auch auf ein Wiedersehen mit lang nicht mehr gezeigten Werken etwa von Karl-Heinz Adler oder Irmgard Horlbeck-Kappler. Aber auch jüngste Neuerwerbungen und Schenkungen von Gemälden des 20. und 21. Jahrhunderts sind bei dieser Gelegenheit erstmals zu sehen.

Ausgangspunkt sind die Werke des in Leipzig geborenen Max Beckmann, den Bogen spannt die Kuratorin dann zur Kunst der Moderne. Ebenfalls interessant: Sieben der zehn „Bilderkosmos # 3“-Räume werden sind mit Kunst aus der DDR-Zeit beschäftigen – in all ihrer Vielfalt, aber auch Ambivalenz und Widersprüchlichkeit. Abgerundet wird dies durch die lokale Szene mit Neo Rauch, Henriette Grahnert, Franziska Holstein und David Schnell, wobei die internationale Vernetzung der Künste nicht zu kurz kommen wird.

„Vier Wände voller Kunst“

„Vier Wände voller Kunst“: Diese Ausstellung zeigt am 1. Oktober, welchen Beitrag jüdische Familien für die bildende Kunst in Leipzig geleistet haben. Gezeigt werden Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier aus den Privatsammlungen von elf jüdischen Familien aus Leipzig: Kunstwerke des Französischen und Deutschen Impressionismus, der Klassischen Moderne sowie von weiteren herausragenden Vertreterinnen und Vertreter der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Stilistisch spiegeln die Sammlungen damit das Spektrum einer bürgerlichen Kultur wider.

Und sonst so? Nun, die Entgeltfreiheit geht im MdbK ins dritte Jahr – für die Dauerausstellung und dort angebotene offene Formate wie „60 Minuten Kunst“, „Generation 60+“ oder die „MdbK [Taschentour]“. Weitere kostenfrei nutzbare Räume finden Interessierte im Offenen Studio, in der Bibliothek oder im MdbK [next;raum]. Zudem kann man noch bis 15. März die 30. Kinder- und Jugendkunstausstellung kostenlos besuchen.

Volle Vielfalt in Sachen Inklusion

Groß geschrieben wird auch anno 2026 das Thema Inklusion und dies in voller Vielfalt. Angefangen vom Dialog der Generationen bis zum Platz-Bieten für marginalisierte Perspektiven. Die inklusiven Vermittlungsstationen MdbK [hubs] zur Museumsarchitektur und zu sechs Kunstwerken der Sammlung bieten Reliefs zum Tasten und Audiotexte in Leichter Sprache sowie Videos in Deutscher Gebärdensprache mit weiteren Informationen an.

Das MdbK lädt zudem regelmäßig nicht-sehende und sehende Besuchende sowie Menschen mit und ohne Demenz zu Werkgesprächen ein. Die Reden bei allen Ausstellungseröffnungen wie auch einige öffentliche Führungen werden in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt. red./jw

Infos: www.mdbk.de

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