Die Namenspatin der neuen Nachwuchsschanze, Polizeihauptmeisterin Ulrike Gräßler, zusammen mit ihrem ehemaligen Heimtrainer aus Eilenburg, Bodo Dotzauer. Foto: Thomas Müller
Die Namenspatin der neuen Nachwuchsschanze, Polizeihauptmeisterin Ulrike Gräßler, zusammen mit ihrem ehemaligen Heimtrainer aus Eilenburg, Bodo Dotzauer. Foto: Thomas Müller

Beim VSC Klingenthal e.V., einem der größten und erfolgreichsten sächsischen Wintersportvereine, liefen am vergangenen Wochenende die Landesjugendspiele im Nachwuchsskisport mit spannenden Rennen und weiten Flügen der jungen Athletinnen und Athleten.

Eingebunden in diesen würdigen Rahmen fanden im Beisein des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und des Landessportbundpräsidenten Dr. Frank Pfeil mehrere Schanzenweihen am Trainingsstandort in Mühlleithen statt. Fertiggestellt wurden die vier Nachwuchsschanzen K10, K15, K25 und K40 bereits 2024, und nun wurde jede von ihnen mit einem Namen aus der Klingenthaler Skigeschichte versehen.

Schanze trägt den Namen Ulrike Gräßler

Die „Kleine“, die K10, erhielt den Namen Ulrike Gräßler. Die Polizeihauptmeisterin und ehemalige Leistungssportlerin im Skispringen, welche seit 2019 im Polizeiärztlichen Dienst der Bundespolizeiabteilung Bad Düben tätig ist, freute sich über die Auszeichnung sehr. „Auf der kleinen Schanze fängt alles an, hier wird der Grundstein gelegt! Dass ich hier Namenspatin sein darf, ist für mich etwas ganz Besonderes“, so Ulrike Gräßler im Gespräch.

Für sie wurden an diesem Tag viele Erinnerungen wieder wach. Von 1994 bis 2018 war Ulrike als Skispringerin aktiv. Sie begann ihre Karriere auf den Eilenburger Schanzen und wechselte später ans Klingenthaler Leistungszentrum.

Als Leistungssportlerin gewann sie 15 Einzelsiege im FIS Continental-Cup, der damals höchsten Wettkampfklasse, 2003 und 2009 den Deutschen Meistertitel im Einzel und 2010 und 2012 ebenfalls bei den deutschen Meisterschaften jeweils Silber im Einzel. Sie nahm an den ersten Weltmeisterschaften für Skispringerinnen in Liberec teil und holte auf Anhieb Silber.

Bronzemedaille im Mixed-Team-Wettbewerb.

2013 errang sie in Val di Fiemme die Bronzemedaille im Mixed-Team-Wettbewerb. 2014 folgte der Einsatz beim ersten Olympischen Wettbewerb der Skispringerinnen in Sotschi. „Damals etablierte sich das Frauenskispringen bezogen auf Weltmeisterschaften und Olympia gerade erst“, so die ehemalige Leistungssportlerin.

Einer der „Väter“ dieser beeindruckenden Erfolge war auch während der Schanzenweihe an ihrer Seite: Bodo Dotzauer ihr Heimtrainer aus Eilenburg. Begleitet wurde die Schanzenweihe auch von einer kleinen Abordnung aus der hiesigen Bundespolizeiabteilung. So waren drei Kollegen aus ihrem Dienstbereich mit angereist und unter den ersten Gratulanten.

„Dass dies ermöglicht wurde, freute mich besonders“, betonte Ulrike im Interview. Im Anschluss besuchten sie noch gemeinsam das Museum „Skitruhe“ in Schönheide und übergaben einige Erinnerungsstücke aus ihrer Skisprungkarriere. Ulrike Gräßler ist auch heute noch ehrenamtlich im Skiverein „SV Lok Eilenburg e.V.“ tätig und auch hier und da als Kommentatorin beziehungsweise als Podcasterin zu hören. Michael Marx

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