Chorleiter Jens-Uwe Weiß (von links), Männerchor-Vereinsvorsitzender Ralf Uber und Bürgermeister der Gemeinde Laußig, Lothar Schneider, beim offiziellen ersten Spatenstich. Foto: KiKi

AUTHAUSEN. Wenn die Authausener zum jährlichen Sängerfest oder zum Bikertreffen laden, platzt die Steinerkeide der vielen Teilnehmer und Gäste wegen jedes Mal aus allen Nähten. Aber auch außerhalb der beiden großen Events gilt der Ort als beliebtes Kulturzentrum.

Doch die Steinerkeide ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr modernsten Ansprüchen. Also soll kräftig Hand angelegt werden und man hofft bei Arbeitseinsätzen auch auf Unterstützung seitens der Dorfbevölkerung. Was genau passieren soll, erfuhren die Einwohner kürzlich beim offiziellen ersten Spatenstich, zu dem der Authausener Männergesangsverein Concordia 1886 geladen hatte. Die Gemeinde Laußig schloss nämlich Anfang 2018 einen langfristigen Pachtvertrag mit dem ortsansässigen Männerchor ab, der nun das Projekt „Sanierung Außenanlage und Gebäude der Steinerkeide Authausen“ vorstellte und auch einen Blick in die Zukunft wagte. Neben zahlreichen Einwohnern nahmen außerdem Bürgermeister Lothar Schneider, Pfarrer Andreas Ohle, Kameraden der FFW Authausen, einige Gemeinderatsmitglieder und Bikerfreunde der Motoradfahrgemeinschaft Dübener Heide die Einladung an.

Trotz nassem, kaltem und ungemütlichem Wetter sorgten die singenden Männer für reichlich Partystimmung und gute Laune bei Chorgesang mit kleinem Imbiss und Getränken. Per Beamer gelangte eine anschauliche Präsentation auf die Leinwand, die die Gäste über das geplante Vorhaben informierte und Vereinsvorsitzender Ralf Uber wusste einiges aus der Geschichte der Steinerkeide zu berichten.

So war zu erfahren, dass nach 1900 die Hauptstraße in Authausen gepflastert werden sollte und deswegen Tausende Fuhren Sand aus der Keide gefahren wurden. Nach der Fertigstellung der Baumaßnahmen blieb eine verwilderte Grube zurück, die man nach einem Aufruf der Lehrer 1912 zu einem Spiel- und Turnplatz umbaute. Die größte Veränderung geschah jedoch 1975, als die Freilichtbühne, die davorliegende Tanzfläche und die Kioske errichtet wurden. „Im Frühjahr 1976 pflanzten die Authausener noch viele verschiedene Bäume, Sträucher und Kräuter an“, so Ralf Uber weiter. Im selben Jahr fand dann das erste Kreissängertreffen in der Steinerkeide statt, an dem sich 19 Chöre beteiligten.

„Jetzt, nach 42 Jahren, ist es wieder an der Zeit, einen größeren Umbau vorzunehmen und einiges zu erneuern“, ist sich der Vereinsvorsitzende sicher. Und, wie Bürgermeister Lothar Schneider hinzufügte, soll insbesondere für die älteren Mitbürger des Dorfes und mobilitätseingeschränkten Personen Barrierefreiheit an den Gebäuden und dem Eingang zur Keide geschaffen werden, sodass sie sich einfacher und sicherer bei Veranstaltungen bewegen können.

An der Freilichtbühne und an den Kiosken werden die Fußböden und Dachbeläge erneuert, Rampen angebaut und Wände gestrichen. Wie Sven Porsch vom Männergesangsverein in seinem Vortrag erwähnte, wird die Tanzfläche mit Granitplatten erneuert und hinter einem der Kioske ein Sanitärcontainer aufgestellt. Die Investitionssumme beläuft sich insgesamt auf 140.000 Euro. Das ehrgeizige Ziel ist es, bereits im Mai die Bau- und Sanierungsarbeiten zu beenden. KiKi

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