
Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy, Clara und Robert Schumann. Richard Wagner, Edvard Grieg, Gustav Mahler, Hanns Eisler und ja, auch die Prinzen und Matthias Tanzmann: Leipzig hat im musikalischer Hinsicht jede Menge zu bieten. Was wiederum zu einer irgendwie naheliegenden Bewerbung führt: Die Messestadt möchte eine „City Of Music“ werden.
„Leipzig international noch bekannter machen“
Und damit ein Teil im gleichnamigen internationalen UNESCO Creative Cities Network. Das Ziel ist klar, erklärt Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke: „Mit der Bewerbung als UNESCO City of Music wollen wir Leipzig international noch sichtbarer machen, von anderen Musikstädten des Netzwerkes lernen und das Profil der Stadt als weltoffene Musikmetropole weiter schärfen.“
Ins Feld führen kann Leipzig eine ganze Menge – auch daran ließ sie keinen Zweifel: „Leipzig lebt von seiner außergewöhnlich facettenreichen Musiklandschaft – zwischen Bach und Clubkultur, Gewandhaus und Offspaces entsteht hier eine Musikstadt, in der kulturelles Erbe, künstlerische Innovation und gesellschaftliche Teilhabe selbstverständlich zusammenwirken.“
Das kann man so stehen lassen: Da sind zum einen die Originalschauplätze, an denen Menschen wie Johann Sebastian Bach, Clara und Robert Schumann oder Felix Mendelssohn Bartholdy arbeiteten – und die Besucherinnen und Besucher aus aller Welt in die Messestadt locken. Da sind zum anderen Einrichtungen wie das forum thomanun, die Hochschule Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ und natürlich das Gewandhaus zu Leipzig sowie die Oper. Und da sind die Clubs und freien Spielstätten, die Musikkultur im Hier und Jetzt, zwischen Techno, Pop, Jazz, HipHop und mehr lebendig halten – auch wenn die Club- und Livemusik-Szene in diesen Tagen mit der Global Space Odyssey lautstark darauf aufmerksam macht, das die (existenziellen) Probleme wachsen …
Ein Ritterschlag als Rückenwind
Da könnte vielleicht der Ritterschlag als „City Of Music“ ein bisschen weiterhelfen – als Anschub in Sachen Aufmerksamkeit, aber auch als (politische) Verpflichtung. Immerhin: Die Bewerbungsunterlagen sind nach Angaben der Stadtverwaltung Leipzig fristgerecht an die Deutsche UNESCO-Kommission rausgegangen. Zunächst findet eine nationale Vorauswahl statt. Sollte diese erfolgreich sein, werden die Unterlagen von der UNESCO-Kommission in Paris geprüft. Eine Verkündung der finalen Ergebnisse erfolgt voraussichtlich im Herbst 2027. red./jw



































