"Robinson von Haselbach" heißt diese Arbeit von Wilfried Falkenthal von 1976, die ebenfalls in der Rathausgalerie in Grimma zu sehen sein wird. Foto: Burga Marx

Mit einer großen Werkschau feiert der Maler und Grafiker Wilfried Falkenthal sein 50-jähriges Schaffen. Die Ausstellung wurde Mitte Dezember in der Rathausgalerie in Grimma eröffnet.

Falkenthal, 1942 im brandenburgischen Baruth/Mark geboren und heute in Bad Lausick zuhause, malt seit seiner Kindheit. „Warum male ich?“, fragt er selbst – und gibt die Antwort gleich mit: Malerei sei für ihn ein tiefes Bedürfnis, Beobachtetes und Erlebtes mit Farben auszudrücken. „Eine fast naive, stille Freude empfinde ich immer, wenn wie aus dem Nichts auf der Malfläche ‚mein‘ Bild entsteht“, beschreibt er. Manche Arbeiten entstünden leicht, andere nach langen Mühen – aber „Gutes braucht eben seine Zeit“.

Studium der Kunstpädagogik und der Germanistik

Nach dem Abitur studierte Falkenthal an der Universität Leipzig Kunstpädagogik und Germanistik. Es folgten Jahre an der Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Werner Tübke und Wolfgang Mattheuer. Seit 1971 arbeitet er freischaffend, zunächst in Leipzig. Werkverträge führten ihn unter anderem in das Braunkohlenkombinat Regis, in Forschungseinrichtungen der Akademie der Wissenschaften oder in den Chemieanlagenbau Leipzig-Grimma.

Künstler Wilfried Falkenthal hier bei einer Schau in der Lehmhaus Galerie in Zwenkau 2023. Foto: André Kempner
Künstler Wilfried Falkenthal hier bei einer Schau in der Lehmhaus Galerie in Zwenkau 2023. Foto: André Kempner

Von 1971 bis 1990 war er im Verband Bildender Künstler der DDR tätig, ab 1985 sogar als Vorsitzender der Leipziger Künstlergenossenschaft. Seit den 1970er-Jahren entwickelte er einen ganz eigenen Stil: poetisch, ironisch, fantasievoll – oft mit Blick auf Industrie und Landschaft, ergänzt durch Porträts, Stillleben und Alltagsszenen. Viele seiner Werke befinden sich heute in öffentlichem und privatem Besitz.

Neue Broschüre über Kunst im Muldental

Zur Ausstellung erscheint zudem eine neue Broschüre: „Künstler im Muldentalkreis“. Auf 80 Seiten werden 35 Kunstpositionen aus Malerei, Grafik und Plastik vorgestellt. Herausgegeben wurde die Publikation vom Förderkreis für Kunst und Kultur in Grimma, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert und die Rathausgalerie betreibt. Die Broschüre ist während der Öffnungszeiten vor Ort erhältlich.

Die Ausstellung „50 Jahre Malerei“ ist bis 24. Januar 2026 zu sehen.

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