Ansicht vom Elster-Saale-Kanal zwischen Burghausen und Bienitz: Hier soll ein asphaltierter Radweg entstehen. Foto: Andre Kempner

Leipzig. Der erste Abschnitt des Saale-Elster-Kanal-Radwegs soll gebaut werden. Dies geht aus der Sitzung der Verwaltungsspitze hervor, wo auf Vorschlag von Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal der Grundsatzbeschluss zum Bau des 1. Teilbauabschnittes gefasst wurde. Der notwendige Planungsbeschluss durch die Ratsversammlung wird im Februar 2022 erwartet.

Für Pendler, Tagesausflügler und Touristen entsteht eine neue 11,4 Kilometer lange Wegeverbindung, die das bereits bestehende Radwegenetz ergänzt und die Städte und Gemeinden der Region noch enger miteinander vernetzt. „Damit wird ein in dieser Dimension einmaliges Projekt zwischen kommunalen Dritten länderübergreifend realisiert“, sagt Heiko Rosenthal.

4,4 Kilometer des Weges verlaufen auf Leipziger Gemarkung. Die Städte Schkeuditz und Leuna partizipieren mit 3,3 beziehungsweise 3,7 Kilometern Strecke ebenfalls an dem interkommunalen Infrastrukturprojekt. Entlang des kompletten, gefluteten Kanalabschnittes vom Lindenauer Hafen in Leipzig bis nach Zschöchergen in Sachsen-Anhalt soll der Weg auf einer Uferseite eine Asphaltdeckschicht erhalten und somit für den Fuß- und insbesondere den Radverkehr attraktiv werden.

Der länderübergreifende Saale-Elster-Kanal-Radweg ist eine Schlüsselmaßnahme des Saale-Elster-Kanal-Projekts und soll als Bindeglied und Impuls die Regionalentwicklung im Raum Leipzig-Halle entscheidend vorantreiben. Mit dem nun erfolgten Grundsatzbeschluss kann die Unterzeichnung von Verträgen zwischen den kommunalen Partnern, sowie mit der WSV, durch die Stadt Leipzig angegangen werden. Die Stadt Schkeuditz hat hierfür bereits im Oktober 2021 einen einstimmigen Beschluss gefasst, die Stadt Leuna wird diesen voraussichtlich Anfang 2022 einholen. Mit dem Planungsbeschluss aus Leipzig sollen anschließend die Projektsteuerung und Planung ausgeschrieben werden, sodass bei einer geschätzten Bauzeit von rund 36 Monaten im Jahr 2025 mit einer Fertigstellung des 11,4 Kilometer langen Radwegabschnittes gerechnet werden kann.

Der Saale-Elster-Kanal ist eine Bundeswasserstraße, die gemeinsam mit den am Ufer verlaufenden Betriebswegen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) gehört.

Die WSV beteiligt sich an der Projektsteuerung, der Planung und dem Bau und finanziert das rund 4,3 Millionen Euro umfassende Radwegeprojekt auf der kompletten Länge zu 90 Prozent. Die übrigen 10 Prozent werden durch die drei beteiligten Kommunen Leipzig, Schkeuditz und Leuna gedeckt.

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