Wurzen bekommt eine Kunstschenkung für den Bahnhof

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Der Wurzener Künstler Esteban Velázquez von Wilhelm hat im Bahnhof der Stadt den ersten Teil von insgesamt 14 monumentalen Gemälden enthüllt. Foto: Danilo Pockrandt
Der Wurzener Künstler Esteban Velázquez von Wilhelm hat im Bahnhof der Stadt den ersten Teil von insgesamt 14 monumentalen Gemälden enthüllt. Foto: Danilo Pockrandt

Wurzen kann sich über ein außergewöhnliches Geschenk freuen: Der Künstler Esteban Velázquez von Wilhelm schenkt der Stadt ein Ensemble aus 14 monumentalen Gemälden. Der von ihm angegebene Gesamtwert liegt bei stattlichen 532 000 Euro. Die Werke sollen künftig das Untergeschoss des Wurzener Bahnhofs schmücken, das im Zuge des Projekts saniert und optisch neugestaltet werden soll.

Die offizielle Übergabe fand bei der Eröffnung des Wurzener Weinfestes statt. Höhepunkt des Abends war die Enthüllung des ersten Gemäldes, die beim Publikum laut Künstler große Begeisterung auslöste. Von Wilhelm betonte, die Sanierung sei für ihn mehr als reine Verschönerung: Sie solle den Wurzenerinnen und Wurzenern ein Stück Stolz auf ihre Stadt zurückgeben. Nach eigenen Angaben ist die Deutsche Bahn bereits in die technische Umsetzung und die spätere Installation der Werke eingebunden.

Benefizveranstaltung „Kunst für Venezuela“

Der Künstler, der zuletzt mit der Benefizveranstaltung „Kunst für Venezuela“ zugunsten der Aktion „Deutschland hilft“ aufgefallen war, wurde nach eigener Aussage vor einer Woche zum dauerhaften philanthropischen Partner der Hilfsorganisation ernannt. Einen festen Anteil seiner weltweiten Kunstverkäufe will er künftig in die internationale Nothilfe fließen lassen.

Wer den Entstehungsprozess der Bahnhofs-Gemälde selbst miterleben möchte, hat dazu im Rahmen des Landeserntedankfestes Gelegenheit: Am 18. und 19. September öffnet das Atelier des Künstlers im Badergraben 16 in Wurzen jeweils von 14 bis 20 Uhr die Türen für Interessierte. Besucherinnen und Besucher können dort Fragen stellen, fotografieren und den letzten Malarbeiten zusehen.

Von Wilhelm hofft, dass sich neben der Stadt auch lokale Unternehmen und engagierte Bürger dem Projekt anschließen. Sein Credo: Man dürfe nicht alles dem Staat überlassen, sondern müsse selbst zu Akteuren des Wandels werden. red

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