Heinz Kademann (re.) bei der Spendensammlung am 8. Januar 2005 für den Einsatz einer DRK Trinkwasseraufbereitungsanlage nach der Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean. Foto: DRK Kreisverband Delitzsch
Heinz Kademann (re.) bei der Spendensammlung am 8. Januar 2005 für den Einsatz einer DRK Trinkwasseraufbereitungsanlage nach der Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean. Foto: DRK Kreisverband Delitzsch

Im Kreise seiner ­Familie und Freunde feierte der ehemalige, langjähriger DRK-Präsident Dr. Heinz Kademann am Freitag, dem 13. März 2026 seinen 90. Geburtstag. Neben DRK-Vorstand Jan Schweiger gratulierten dem Diplom-Mediziner viele Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Kultur ganz herzlich.

DRK als Lebensaufgabe

Der gebürtige Leipziger kam als junger Assistenzarzt 1961 nach Delitzsch, das Deutsche Rote Kreuz wurde ab da zu seiner ­Lebensaufgabe. 54 Jahre lang, bis Ende 2015, stand er ehrenamtlich dem gemeinnützigen Wohlfahrtsverband in der Eilenburger Straße vor.

Dr. Kademanns Zuhause war immer das Rote Kreuz, seine ­Erfolge stets wegweisend. Mit dem Aufbau der Schnellen ­Medizinischen Hilfe (SMH) etablierte er das Rettungswesen im Kreis Delitzsch. Was mit der Schaffung von Unfallhilfsstellen auf den umliegenden Dörfern begann, mündete in einem modernen Regelrettungsdienst, den der im Kreiskrankenhaus Delitzsch beschäftigte Chirurg noch lange nach seinem (Un)Ruhestand als ehrenamtlicher Leitende Notarzt begleitete.

Weiterentwicklung der Verbandsstruktur

Sowohl während der DDR- wie auch zur Nachwendezeit steckte Dr. Heinz Kademann alle Kraft in die kontinuierliche Weiterentwicklung der Verbandsstruktur der Hilfsorganisation.

Einweihung eines öffentlichen Spielplatzes am DRK JugendhausYOZ am 7. April 2015, dessen Finanzierung durch einen Getränke- hersteller mit einer überwältigenden Voting-Teilnahme der Delitz- scher Bürger gewonnen werde konnte. Foto: DRK Kreisverband Delitzsch
Einweihung eines öffentlichen Spielplatzes am DRK Jugendhaus YOZ am 7. April 2015, dessen Finanzierung durch einen Getränkehersteller mit einer überwältigenden Voting-Teilnahme der Delitzscher Bürger gewonnen werde konnte. Foto: DRK Kreisverband Delitzsch

Von Mitgliederwerbung, ­Jugend- und Ortsvereinsarbeit, Blutspende, Ausbildung und ­Katastrophenschutz bis zur Aufsicht über die hauptamtlichen Geschäftsvorgänge reichte sein zeitfüllendes und zuweilen kräftezehrendes Ehrenamt, wie er mit einem Lächeln resümierte.

Bleibende Erinnerungen

In Erinnerung geblieben seien auch die Herausforderungen bei den beiden grundhaften Um- und Ausbauten der Delitzscher DRK Geschäftsstelle 1980 und 2002. Ebenfalls erinnerungswürdig der humanitäre Hilfseinsatz im zuletzt genannten Jahr nach der Mulde-Flut in Eilenburg und die umfangreichen medizinischen Vorbereitungen auf die Fußballweltmeisterschaft in Leipzig im Jahr 2006.

Mehrfach ausgezeichnet

Seine unermüdliche Arbeit für die Menschlichkeit wurde mehrfach anerkannt und preisgekrönt. Ehrenzeichen des DRK der DDR in Silber 1969, in Gold 1974 sowie des DRK e.V. in 1996 zieren seinen Unterlagen.

Im Jahr 2005 nahm er aus den Händen der damaligen sächsischen Staatsministerin Orosz und des Landtagspräsidenten ­Iltgen in der Landeshauptstadt Dresden eine „Ehrung für ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger des Freistaates Sachsen“ entgegen.

Sein unermüdliches Engagement würdigte auch seine ­Heimatstadt und verlieh ihm 2015 den Bürgerpreis der Stadt ­Delitzsch für sein Lebenswerk. DRK

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