Das Frauenteam in ihren neuen Judoanzügen für die neue Liga-Saison- Foto: privat
Das Frauenteam in ihren neuen Judoanzügen für die neue Liga-Saison- Foto: privat

Waffelduft, ein Weihnachtsmannbesuch und viele spannende Kämpfe – davon war das traditionelle Weihnachtsturnier der Abteilung Judo des Döbelner SC am dritten Adventswochenende geprägt. Insgesamt versammelten sich dafür etwa 120 Judoka von den ganz Kleinen der U7 bis hin zu den Männern und Frauen in der Turnhalle in Döbeln-Nord.

Zu Besuch waren außerdem der KJSC aus Döbeln und fünf Mädels des Judokan Schkeuditz, die in diesem Jahr die Frauenliga verstärkten. Das Turnier bot einmal mehr die Möglichkeit, das Wettkampfjahr im Kreise der Familien ausklingen zu lassen und sich bei denjenigen zu bedanken, ohne die ein solcher Trainings- und Wettkampfbetrieb über nicht möglich wäre: die Eltern, Trainerinnen und Trainer, Kampfrichterinnen und Kampfrichter.

Wettkampfluft-Schnuppern

Neben spannenden Wettkämpfen, die für die Kleinen vor allem zum Wettkampfluft-Schnuppern dienten und für die Großen zum internen Kräftemessen, wurden auch zahlreiche Ehrungen vorgenommen. Bei der vereinsinternen Wertung für die erfolgreichsten Judoka beim Wettkampf herrschte volle Frauenpower: Platz drei belegte hier Ida Bäßler aus der U9 (also schon jetzt eine Hoffnung für das Frauenteam), Platz zwei konnte sich Anna Lorenz sichern und Platz eins erreichte Lucy Joelle Wetzig.

Zudem wurden die Judoka ausgezeichnet, die sich über den Weg der Qualifikation durchkämpften bis zu den Mitteldeutschen oder sogar Deutschen Meisterschaften. Das Frauenteam nutzte außerdem die Gunst der Stunde, um die neuen Anzüge für die kommenden Saisons zu präsentieren. Bei der Anschaffung wurden sie durch eine Spendenaktion dank zahlreicher Beiträge der Fans und der Sparkasse unterstützt.

Ehrung für Nico Schertler

Eine ganz besondere Ehrung erhielt Nico Schertler, denn die weihnachtlich-familiäre Stimmung des Weihnachtsturniers wurde genutzt, um den stellvertretenden Abteilungsleiter auszuzeichnen. Der Ehrenrat des Judo-Verbands Sachsen (JVS) hatte dem Antrag des Vereins zugestimmt, Nico für seine geleistete Arbeit den dritten Dan (dritter Meistergrad) zu verleihen. Die Überreichung wollte sich ein jahrelanger Wegbegleiter und Vizepräsident des JVS, René Andreis, nicht nehmen lassen und reiste dafür extra nach Döbeln an.

Dabei wurden Nico Schertler nicht einfach nur die Urkunde mit einem Blumenstrauß überreicht, es wurde auch ein wenig aus dem Antrag zitiert – und die Liste wollte kaum aufhören. Nico Schertler begann 2001 mit dem Judo und engagiert sich seitdem aktiv im Verein, erst mit einer Sportassistenz (2006), dann einer Trainer-C-Lizenz (2009) und damit natürlich auch der Betreuung von Kindertrainingsgruppen.

255 Wettkämpfe angesammelt

Parallel dazu erwarb er 2007 seine erste Kampfrichterlizenz und kletterte seitdem die Lizenzstufen immer weiter hoch. So gelang es ihm 2018 als erstem Döbelner, die Prüfung zum Bund-B-Kampfrichter erfolgreich zu absolvieren, was ihn berechtigt, Gruppenmeisterschaften und Bundesliga-Einsätze zu schiedsen. Mittlerweile hat er 255 Wettkämpfe in seinem Kari-Pass angesammelt, ruht sich darauf aber nicht aus und sammelt fleißig weiter – allein in diesem Jahr sind es über 30 Einsätze.

Als ob die 255 Wettkämpfe nicht genug wären, leitet er seit zehn Jahren die Geschicke des Kampfgerichts im Verein und seit Anfang 2023 auch offiziell in Doppelspitze im gesamten Sportbezirk Chemnitz. Dort kümmert er sich um den Nachwuchs und um die zuverlässige Absicherung der Wettkämpfe des DSC sowie im Bezirk.

Homepage des DSC auf dem aktuellsten Stand halten

Nicht nur auf der Matte unterstützt Nico Schertler, er tut es auch im Hintergrund: Die Homepage des DSC existiert seit 20 Jahren – entwickelt von ihm, damals noch als Schüler. An ihr wird stetig gearbeitet, damit sie immer auf dem aktuellsten Stand gehalten wird. Damit unterstützt er den Verein und die Trainer, denn noch bevor der Deutsche Judo-Bund (DJB) überhaupt an eine digitale Mitgliederverwaltung gedacht hat, hatte der DSC bereits eine funktionierende.

Nico Schertler darf für sein ehrenamtliches Engagement ab jetzt drei Balken auf dem schwarzen Gürtel tragen. red

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