Ein Wiedersehen, das Freude machte: Ehemalige Espenhainer Kraftwerker beim Gruppenbild. Foto: privat

Espenhain. Am 25. Juli organisierte der ehemalige Betriebsführer der Unterverteilung I und II des Kraftwerkes Espenhain und Autor dieses Beitrages, Uwe Wilke, ein Treffen mit den ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Was bot sich besser, als der in Espenhain 1998 errichtete Campus im ehemaligen Margarethenhain (Lager I-IV), gegenüber vom ehemaligen Werk. Von den damaligen 40 Mitarbeitern konnten 33 ausfindig gemacht werden und 28 hatten für das Treffen zugesagt.

Die Vor- und Wiedersehensfreude auf das Treffen war schon zu Beginn der Organisation durch alle Teilnehmenden riesig und stieß bei den Vorbereitern (Margitta N., Klaus H., Günther H. und Otto Z.) auf gute Zustimmung. Die verbliebene Zeit vom November 2019 bis zum Treffen wurde intensiv genutzt um Bilder, Filme, Brigadetagebücher und Ausstellungsmaterial zu organisieren und in den entsprechenden Rahmen aufzuarbeiten und einzufügen. Man glaubt gar nicht, was da „alles“ noch vorhanden ist! Der geplante Termin am 28. März musste leider Corona bedingt abgesagt werden, doch das Motto lautete: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ und wir unternahmen einen neuen „Angriff“ für den 25. Juli. Diesmal sollte es klappen, alle fieberten dem Termin entgegen.

Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken mit selbstgebackenem Kuchen erfreuten sich alle an dem vorbereiteten Rahmenprogramm, wo jeder auf seine Kosten kam und sich so mancher in die damalige Zeit zurückversetzt sah. So manche schöne, aber auch wehmütige Erinnerung tauchte vor einem auf und lies so manche Träne kullern.

Mit Bildern von der ASW von der Entstehung des Werkes, der Havarie des Turbogenerators 4 am 26. Dezember 1958, dem Kabelbrand am 18. August 1991 sowie Filmmaterial aus dem DEFA-Augenzeugen von 1949 und 1958 über das Werk und vielen Brigadebildern war das Rahmenprogramm mit vielen Höhepunkten gespickt. Umrahmt wurde das Programm durch eine kleine Ausstellung, welche historische Dokumente, Messgeräte, Messinstrumente, originale Fabrikats-Schilder und vieles mehr präsentierte.

Ein weiterer Höhepunkt des Treffens war die Teilnahme des ehemaligen Abschnittsleiters der Unterverteilungen I und II (1965 bis 1990), Alfons Münzberg, welcher am 3. März seinen 95. Geburtstag feierte und sich über das Wiedersehen mit seinen ehemaligen Schützlingen riesig freute.

Die Nachmittag- und Abendstunden wurden intensiv im Austausch untereinander genutzt und so manche Anekdote zum Besten gegeben: Die Schicht gab endlich preis, wo der Fernseher zur Fußball-WM in der Werkstatt versteckt war. Den Abschluss bildete ein Gruppenfoto von allen Anwesenden vor der „Kombinats-Fahne“. Vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen? Glück auf! Uwe Wilke

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