An der Bornaischen Straße haben die Umbauarbeiten begonnen. Foto: Anke Brod

Auf einer Länge von rund 550 Metern wird  die Bornaische Straße  zwischen Wiedebachplatz und Ecksteinstraße demnächst grundhaft ausgebaut. Die ersten Arbeiten haben begonnen – die Leipziger Wasserwerke  erneuern  auf der Seite stadtauswärts die Trinkwasserleitung und binden zudem Hausanschlüsse um.

Bis zum 6. Dezember ist hier die Fahrbahn  stadtauswärts gesperrt, die Straßenbahnen teilen sich im Zweirichtungsverkehr auf Signal abwechselnd eine Spur. Den gesamten Umleitungsplan für alle Verkehrsteilnehmer stellt die Stadt Leipzig auf ihrer Internetseite zum Download zur Verfügung. Hier der Link:
https://www.leipzig.de/umwelt-und-verkehr/unterwegs-in-leipzig/grossbaustellen/bornaische-strasse/

Für den betroffenen  Bauabschnitt der Bornaischen Straße  sind drei Hauptphasen vorgesehen. Die Stadt Leipzig, die Leipziger Verkehrsbetriebe und die Leipziger Wasserwerke planen im Verlauf grob Folgendes, wobei das Gesamtvorhaben  im „Fachkonzept Nachhaltige Mobilität“ des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Leipzig 2030 (INSEK) enthalten ist:

  • Sicherung des Straßenbahnbetriebs
  • sichere und behindertengerechte Abwicklung der Fahrgastwechsel
  • störungsarmes Nebeneinander von Autoverkehr und öffentlichem Personennahverkehr
  • Schaffung von Radwegen
  • Anlage von Parkständen und sogenannten Andienflächen
  • Querungen am Knoten Meusdorfer Straße
  • Sicherheit für Fußgänger in Höhe Stockartstraße durch neue Ampeln
  • Aufwertung des Straßenraumes

Nach Informationen des Umweltvereins „Ökolöwe“ Leipzig sollte vor einer beliebten Eisdiele an der Bornaischen Straße für die Bauarbeiten ursprünglich auch ein Baum gefällt werden. Dieses Vorhaben konnten die Mitglieder jedoch abwehren. Stattdessen sind dort jetzt sogar Sitzmöglichkeiten  vorgesehen. Anmerkung der Verfasserin: Der umweltkritische Song „Mein Freund der Baum ist tot“ (von der Künstlerin Alexandra, bereits aus dem Jahre 1968) findet so glücklicherweise also  keine Anwendung.
Zur Radwegeplanung zeigt sich der „Ökolöwe“ auf seiner Internetseite zufrieden. Wörtlich heißt es: „Positiv anzumerken ist, dass der Straßenabschnitt Radfahrstreifen bekommt. Die bisherige Situation mit dem sehr schmalen Fahrbereich zwischen den parkenden Pkw und den Straßenbahnschienen ist ein großes Sicherheitsrisiko für RadfahrerInnen. An vergleichbaren Stellen kam es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unfällen. Aus Sicht des Ökolöwen sollte der Radfahrstreifen im weiteren Verlauf zwischen dem kleinen Wiedebachplatz und dem Connewitzer Kreuz fortgesetzt werden, was bisher nicht vorgesehen ist. So besteht die Chance, eine durchgängige Radwegeverbindung von Leipzigs Innenstadt bis nach Markkleeberg zu schaffen.“ Anke Brod

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