Die zunehmende Trockenheit lässt Sachsens Landwirte bangen. Foto: Oliver Mohr/pixelio.de

GRIMMA. Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt und der Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes (SLB), Wolfgang Vogel, haben im Grimmaer Ortsteil Beiersdorf den aktuellen Stand der Ernte sowie den Sächsischen Agrarbericht 2019 vorgestellt.

„Die Trockenheit der letzten Tage hat den Regen der Wochen zuvor leider wieder wettgemacht. Der Blick auf manche Felder verursacht einige Sorgenfalten. Trotzdem hoffe ich weiterhin auf eine gute diesjährige Ernte“, sagte Staatsminister Schmidt.

Durchschnittliche Ernte

Nachdem die Landwirte im vergangenen Jahr mit der Trockenheit zu kämpfen hatten, hatte der SLB nach den regelmäßigen Niederschlägen im Winter und Frühjahr für das Jahr 2019 ein durchschnittliches Erntejahr erwartet. Das Niederschlagsdefizit aus 2018 ist allerdings noch immer nicht ausgeglichen und mittlerweile durch die Hitzewelle wieder vergrößert worden. Obwohl die Bestände gut entwickelt seien, rechnet der SLB auf sandigen Böden mit Ertragseinbußen von bis zu zehn Prozent – vor allem aufgrund von Trockenschäden. Das Weizenangebot wird voraussichtlich höher als im Vorjahr sein, da die Anbaufläche gestiegen ist.

Unsichere Prognosen

Das Rapsangebot hingegen ist wegen der ungünstigen Bestellbedingungen im Jahr 2018 und der Umbrüche gesunken (rund 20 Prozent geringere Anbaufläche). Bei Körnermais und Kartoffeln kann bisher keine verlässliche Prognose getroffen werden. Beide Kulturen befinden sich allerdings bislang überwiegend in einem guten Entwicklungszustand.

Ausgleich gefordert

„Idealerweise würden die Landwirte aus der diesjährigen Ernte die Verluste des vergangenen Jahres ausgleichen“, so Schmidt.„In guten Jahren könnten dann Rücklagen für schlechtere Jahre gebildet werden. Leider lehnte der Bund bisher eine steuerlich begünstigte Risikoausgleichsrücklage ab, die uneingeschränkt für alle Betriebe gilt. Es muss dringend gehandelt werden, denn Ad-hoc-Zahlungen wie im vergangenen Jahr bei Witterungsschäden sind keine Dauerlösung.“

PM

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