Bis zum 3. März ist die Wanderausstellung „Europäische Notenspuren: Die Kunst der Bewegung im Barock“ in den Promenaden Hauptbahnhof Leipzig zu Gast. Illustration: Michelle Berger
Bis zum 3. März ist die Wanderausstellung „Europäische Notenspuren: Die Kunst der Bewegung im Barock“ in den Promenaden Hauptbahnhof Leipzig zu Gast. Illustration: Michelle Berger

Ein trinationales Ausstellungsprojekt feiert in Leipzig seine Premiere: Bis 3. März zeigt der Verein Notenspur Leipzig die kurzweilige Wanderausstellung „Europäische Notenspuren: Die Kunst der Bewegung im Barock“ in den Promenaden Hauptbahnhof Leipzig. Das eigens für öffentliche Orte entworfene, trinationale Ausstellungsprojekt reist im Anschluss zum Hauptbahnhof Weimar, bevor sie Ende März weiter nach Modena in Italien und im Juli in Leipzigs Partnerstadt Lyon umzieht.

In drei Teilen beschäftigt sich die Ausstellung mit der Kunst der Bewegung in den Bereichen Musik, Tanz und Ideen und legt besonderes Augenmerk auf die europäische Dimension in der Musik der damaligen Zeit, dargestellt am Beispiel der drei Länder Deutschland, Frankreich, Italien.

Bach, Tänze und die Wege der Musik durch Europa

Der erste Teil widmet sich Johann Sebastian Bach als Komponisten des Barock, seiner bewegten und bewegenden Musik und den Einflüssen auf seine Kompositionen durch italienische Komponisten wie Antonio Vivaldi oder die Brüder Marcello, aber auch durch die zu seiner Zeit populäre französische Tanzkunst an den Höfen. Im zweiten Teil wird der Tanzstil des Barocks näher beleuchtet, verschiedene Tänze sowie der Beruf des Tanzmeisters und die Kunst, Tänze in Tanznotationen aufzuschreiben, vorgestellt. Der dritte Teil der Ausstellung beantwortet die Frage, wie diese Impulse aus Frankreich und Italien nach Mitteldeutschland kamen, um den wenig reisenden Bach überhaupt erreichen zu können, und auf welchen Wegen und in wessen Händen sich Musik und Noten durch Europa bewegten.

Für die Ausstellung wurde eine spezielle Ausstellungsarchitektur entworfen. Sie entstand in einem Seminar des Architekturstudiengangs der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig unter der Anleitung von Professor Ronald Scherzer-Heidenberger. Kriterien für die Studierenden waren – neben einem ansprechenden Design mit deutlichem inhaltlichen Bezug – die leichte Auf- und Abbaubarkeit der Ausstellungselemente, ein geringes Packmaß, um den problemlosen Transport nach Italien und Frankreich zu ermöglichen, nachhaltige Materialien, die wiederholte Montage und Demontage überstehen, sowie Vorgaben zu Standsicherheit und Brandschutz.

Midissage mit Live-Musik und Breakdance

Am Freitag, 29. Februar, findet um 17 Uhr in den Promenaden Hauptbahnhof Leipzig eine Midissage statt: Hierfür haben sich Babett Niclas (Harfe), Friederike Merkel (Flöte) und Hannes Malkowski (Percussion) sowie drei Tänzer der Breakdance-Crew „The Saxonz“ auf ein besonderes Experiment eingelassen: Die Breakdancer improvisieren zu Werken von Bach und anderen Barockkomponisten. red

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