Vom Handball ins Tor: Wie Mirja Kropp zum Torhüter-Talent bei RB Leipzig wurde

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Den Ball immer im Blick: Mirja Kropp will in jedem Training dazulernen. Foto: IMAGO/motivio
Den Ball immer im Blick: Mirja Kropp will in jedem Training dazulernen. Foto: IMAGO/motivio

Mirja Kropp strahlt noch immer über das ganze Gesicht, wenn sie an die U17-Europameisterschaft im Mai in Nordirland zurückdenkt. Kein Wunder: Es war ihr Turnier. Die 17-Jährige hatte großen Anteil daran, dass das deutsche Team nach einem 1:0 im Finale gegen Frankreich den Titel holte. Sie selbst wurde – für eine Torhüterin eher ungewöhnlich – zur besten Spielerin des Turniers gekürt und ist damit nun auch ganz offiziell eines der größten Torhüter-Talente Europas.

„Das war ein sehr cooles Gefühl“

„Das war ein cooles Gefühl und eine schöne Erinnerung. Aber der Mannschaftserfolg ist für mich viel wichtiger als die individuelle Auszeichnung. Ohne die Mannschaft geht schließlich gar nichts. Wir sind einfach ohne Druck in die EM gegangen. Unser Ziel war das WM-Ticket. Als wir das dann mit dem Halbfinaleinzug geschafft hatten, war der Rest einfach Bonus. Vielleicht war das am Ende unser Erfolgsgeheimnis“, sagt Mirja Kropp, die im vergangenen Sommer vom FSV Gütersloh zu RB Leipzig wechselte.

Das nächste Auswahl-Highlight wartet bereits im Oktober: Dann steht die Weltmeisterschaft in Marokko auf dem Programm. Hier will sie sich mit dem deutschen Team wieder so gut wie möglich präsentieren. Ohne Druck. „Die Spiele im DFB-Dress sind für mich immer ein Geschenk.“

Bei RB Leipzig weiter Erfahrungen sammeln

„Kein Druck“. Dieses Gefühl hat sich die Schülerin auch im Verein zu Eigen gemacht. „Ich will in dieser Saison bei RB Leipzig weiter Erfahrungen sammeln und die Zeit einfach genießen“, sagt sie. Dabei will sie in den kommenden Monaten vor allem weiter an ihrer Präsenz und ihrer Lautstärke arbeiten. „Es gibt immer etwas zu verbessen. Ich werde mich auf keinen Fall ausruhen.“

„Die Spiele im DFB-Dress sind für mich immer ein Geschenk.“

Die reaktionsstarke Torhüterin, die das risikofreudige Spiel liebt, fühlt sich in Leipzig sehr wohl. „Bei RB kann ich Geschichte mitschreiben. Ich bin noch jung und kann mir hier von den älteren Spielerinnen viel abschauen und mich weiterentwickeln“, sagt sie. Im kommenden will sie ihr Fachabitur absolvieren, um danach ein Fernstudium im Bereich „Management“ zu beginnen. Ihr großes Ziel ist es, irgendwann mal in England zu spielen. „Das ist der Fußball zuhause und die Atmosphäre in den Stadien ist toll.“

Mit fünf Jahren zum Fußball

Angefangen mit dem Fußball hat Mirja Kropp, deren Vorbild der langjährige brasilianische Star-Torhüter von Manchester City, Ederson, ist, bereits mit fünf Jahren in ihrer Heimat beim Post SV Detmold. „Ich hab damals auch noch Handball gespielt, aber da waren nur Mädels. Beim Fußball waren mehr Jungs, das hat mir mehr Spaß gemacht“, erinnert sich Mirja Kropp schmunzelnd.

Von Anfang an hat sie sich für das Tor entscheiden – weil sie einfach den Druck mag, und die Verantwortung, die man im Tor hat. Schnell stellte sie ihr großes Talent unter Beweis, sodass sie wenig später zum FSV Gütersloh wechselte. Hier genoss Mirja Kropp ihre fußballerische Ausbildung und gewann bei Länderpokalen erste Preise als beste Torhüterin. Im Sommer 2025 folgte dann der Wechsel nach Leipzig. Andreas Wendt

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