
Wie arbeitet es sich eigentlich in der Denkmalpflege? Antworten darauf bekommt man ebenso wie bemerkenswerte Einblicke seit einigen Tagen im Leipziger Museum für Druckkunst: Unter dem Titel „Denkmal – bitte recht freundlich“ stellt das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen über 200 (fotografische) Exponate vor. Zur Eröffnung wird ab 15.30 Uhr geladen, sehen kann man die Ausstellung dann bis 13. September.
„Eine gesellschaftliche Aufgabe“
„Die Fotografien zeigen uns: Denkmalpflege ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe“, betont der sächsische Landeskonservator Alf Furkert und ergänzt: „Mit breitem Bürgerwillen sowie durch ehrenamtliches Engagement und institutionelle Arbeit ist es vielerorts gelungen, ortsbildprägende Bauwerke als lebendigen Teil unserer gemeinsamen Geschichte zu bewahren.“ Und damit auch ein Stück kulturelle Identität des Freistaates – worauf man in dieser Ausstellung verweisen möchte.
Zum zweiten ist es aber auch die Präsentation eines wahren Schatzes: Rund 200 000 Aufnahmen von 80 000 großformatigen Glasplatten- und Kunststoffnegativen bis hin zu 50 000 Digital- und aktuellen Drohnenfotografien umfasst die Sammlung des Landesamtes für Denkmalpflege.
Diese Bilder sind nicht nur eindrucksvolle Zeitdokumente, sondern auch unverzichtbare Hilfsmittel der Forschung, Restaurierung und Denkmalpflege. Sie halten den Zustand, die Entwicklung und die Umgebung der Denkmale fest und machen so Geschichte erfahrbar. „Es ist faszinierend zu sehen, wie anders ein Gebäude wirkt, wenn sich sein Umfeld oder die Kleidung der Menschen ändert“, freut sich Gunda Luyken, Direktorin des Museums für Druckkunst Leipzig.
Rund 200 Exponate sind zu sehen
Sehen kann man nun seit einigen Tagen rund 200 Exponate aus dieser Sammlung – entstanden sind die Bilder in der Zeit vom 19. Jahrhundert bis heute. Entdecken kann man berühmte und verborgene Kulturdenkmale Sachsens – von beeindruckenden Schlössern wie der Albrechtsburg Meißen oder dem Gohliser Schlösschen und prachtvollen Gartenlandschaften wie den Fürst-Pückler-Park Bad Muskau über technische Meisterwerke wie den gusseisernen Turm in Löbau bis hin zu außergewöhnlichen Kunstwerken wie der Leuchtreklame Löffelfamilie in Leipzig.
Infos auch zum Rahmenprogramm: www.druckkunst-museum.de



































