LWB investiert 1,8 Milliarden Euro ins Wohnen

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Blick auf modernisierten Wohnblock in Leipzigs Südvorstadt
Auch ein Beispiel für LWB-Investitionen: In der Kochstraße in Leipzigs Südvorstadt wurde ein Wohnblock aus dem Jahr 1955 modernisiert – und nur ein paar Hausnummern weiter laufen aktuell ähnliche Sanierungen. Foto: M. Klingenmeier

Dieses Thema brennt vielen Menschen in Leipzig auf den Nägeln: Wie geht’s weiter mit dem Wohnen in der Messestadt? Vor allem mit dem bezahlbaren Wohnen … Um eine Antwort auf diese drängende Frage zu geben, hat die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) einen stattlichen Investitionsplan vorgelegt – so sollen bis 2035 etwa 1,8 Milliarden Euro sowohl in den Bestand als auch in den Neubau gesteckt werden.

„Wir haben in schwierigen Zeiten unsere Bauaktivitäten nicht gekürzt, sondern gesteigert“, betonte Doreen Bockwitz, LWB Geschäftsführerin Wohnungswirtschaft und Bau. So sei die Anzahl der Bauprojekte gewachsen: Im Geschäftsjahr 2025 sind insgesamt vier neue Quartiere mit 349 Wohnungen fertiggestellt und vermietet worden. Damit wuchs die Zahl der neu errichteten Wohnungen seit 2019 auf insgesamt 1307, davon wurden mehr als zwei Drittel gefördert. Sie sind somit für Menschen mit kleinem Budget reserviert. Bewerberinnen und Bewerber um eine geförderte Wohnung benötigen einen weißen Wohnberechtigungsschein der Stadt Leipzig.

Und daran soll im laufenden Jahr angeknüpft werden, berichtete Kai Tonne, LWB Geschäftsführer Finanzen und Vermögenssteuerung: „Allein für 2026 haben wir Bauausgaben in Höhe von 231 Millionen Euro geplant. Damit wächst die Summe auf mehr als eine Milliarde Euro seit 2019. Wir sind hier weiter mit vollem Schub unterwegs.“ Das meiste Geld wird nach LWB-Angaben in den Wohnungsbestand investiert.

Mieten steigen moderat

Und es gibt eine weitere wichtige Nachricht für die LWB-Mieterinnen und -Mieter: Die Mieten steigen nach Unternehmensangaben nur moderat, dafür entpuppen sich die Energiekosten als Preistreiber. Die Zahlen dazu: Im Bestand lagen die Nettokaltmieten im Schnitt bei 6,13 Euro pro Quadratmeter, was einem Anstieg von 2,5 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Inklusive Neubau waren es 6,18 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Allerdings liegen die Energiekosten gegenüber den Jahren vor 2023 weiterhin auf einem hohen Niveau – was sich durchaus in horrenden Nachzahlungsforderungen zeigen kann.

Der Ausblick: Die LWB will weiter investieren – schwierige Rahmenbedingungen hin oder her. Bis 2035 sollen insgesamt etwa 1,8 Milliarden Euro in den Wohnungsbestand sowie den Neubau investiert werden. „Die LWB wirkt in allen Stadtbezirken mietpreisdämpfend. Grundlage bildet die moderate Entwicklung der Kaltmieten ebenso wie der hohe Anteil an geförderten Wohnungen im Neubausegment“, erklärte Thomas Dienberg, Bürgermeister und Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bau sowie LWB-Aufsichtsratsvorsitzender.

Infos: www.lwb.de

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