Auch wenn der erhoffte Sieg gegen den TSV Tröster Breitengüßbach in der heimischen Sporthalle Brüderstraße ausblieb, konnten sich die BAURADO UniRiesen am Ende von den Fans feiern lassen. Zwei Viertel lang war das Team um Head Coach Darren Stackhouse im zweiten Spiel des Play-off-Viertelfinals der Regionalliga Süd gegen das Team aus Oberbayern auf Siegkurs. Am Ende stand aber dennoch eine 72:87-Niederlage und damit Play-off-Aus.
„Ein Spiel dauert 40 Minuten, in denen man konstant gut treffen muss. Wir hatten im dritten Viertel eine Phase, in der wir nicht gut getroffen haben und der Gegner es gut gemacht hat. Das hat am Ende den Unterschied gemacht“, resümierte Darren Stackhouse. Dabei hatte alles zunächst richtig gut ausgesehen für die Leipziger.
Erstes Heimspiel gegen Breitengüßbach
Im ersten Heimspiel gegen Breitengüßbach in der Sporthalle Brüderstraße seit fast 20 Jahren lieferten sich beide Mannschaften in den ersten Minuten einen offenen Schlagabtausch. Dank einer aufmerksamen Defense und einer treffsicheren Offense konnten sich die Leipziger Ende des ersten Viertels mit einem 7:0-Lauf eine Führung erarbeiten. Beim Stand von 20:17 ging es in die erste Viertelpause.
Im zweiten Viertel knüpften die Leipziger an die Leistung aus der ersten Halbzeit an und stellten die Gäste dank einer aufmerksamen Defense vor große Probleme. Während sie in der Offense immer wieder punkteten, kam Breitengüßbach fast nur noch durch verwandelte Freiwürfe zu Punkten. Und so gingen die Gastgeber einer 41:34-Führung in die Halbzeitpause.
Freude der lautstarken Fans
Positiv: Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit war den UniRiesen das gestiegene Selbstvertrauen auf dem Parkett deutlich anzumerken. Mit einem 9:0-Lauf bauten sie den Vorsprung auf 50:36 aus – sehr zur Freude der lautstarken Fans. Doch dann drehte sich das Spiel. Während die Gastgeber den Korb mit ihren Würfen plötzlich reihenweise verfehlten, fanden die Gäste schrittweise ihre gewohnte Treffsicherheit wieder. Die Folge: Mit einem 12:0-Lauf verkürzte Breitengüßbach auf 50:48 und machte das Spiel wieder spannend.
Die entscheidende Szene: Der bis dahin stark aufspielende USC-Center Feliciano Perez Neto fiel mit einer groben Unsportlichkeit kurz vor Ende des dritten Viertels auf – seine Disqualifikation und die entstandene Unruhe nutzten die Gäste zu weiteren Punkten. Mehr noch: Dies zehrte an den Leipziger Nerven – im letzten Viertel waren die Gastgeber völlig von der Rolle, während bei den Gästen weiter jeder Ball im Korb landete. Nach einem 0:14-Lauf zum 54:71 war das Spiel vorentschieden. Am Ende stand ein deutliches 72:87 auf der Anzeigetafel.
Head Coach zieht ein positives Fazit
„Am Ende konnten wir die Disqualifikation unseres ‚Bigman‘ nicht kompensieren. Das war für die Jungs auch mental schwierig“, erklärte Darren Stackhouse nach dem Spiel.
Im Rückblick auf die Saison zieht der Head Coach ein positives Fazit: „Insgesamt war es von uns eine Top-Saison. Wir haben uns im Vergleich zur vergangenen Saison deutlich verbessert. Wir haben den Einzug in die Play-offs geschafft und hatten nichts mit dem Abstieg zu tun. Außerdem haben wir gezeigt, dass wir guten Basketball spielen können. Jetzt geht es für uns erstmal darum, nach dieser langen Saison zu regenerieren. Dann bereiten wir uns auf die nächste Saison vor.“ Andreas Wendt



































