Schimpansenweibchen Changa mit Jungtier im Arm. Foto: Zoo Leipzig
Schimpansenweibchen Changa mit Jungtier im Arm. Foto: Zoo Leipzig

Große Freude im Pongoland: Das 13 Jahre alte Schimpansenweibchen Changa hat im Leipziger Zoo Nachwuchs zur Welt gebracht. Und der kleine Westafrikanischen Schimpanse ist schon munter unterwegs mit der Mama und kann auf der Innenanlage von den Besucherinnen und Besuchern beobachtet werden.

Es ist auch aus einem gewichtigen Grund eine gute Nachricht – die Westafrikanischen Schimpansen werden auf der Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ geführt. „Nachwuchs bei Menschenaffen ist mit Blick auf ihren Bedrohungsstatus in ihren natürlichen Verbreitungsgebieten für uns Zoos immer Anlass zu großer Freude. Bislang kümmert sich Changa gut um ihren Spross, allerdings konnten es die Pfleger noch nicht beim Trinken beobachten. Insofern ist die Freunde noch etwas verhalten, aber wir sind zuversichtlich, denn erste Suchreflexe waren bereits sichtbar.

Jungtier macht stabilen Eindruck

Für die Besucher sind beide inzwischen auf der Innenanlage gut zu sehen“, fasst Zoodirektor Prof. Jörg Junhold die aktuelle Lage zusammen. Das Jungtier macht bislang einen stabilen Eindruck, hält sich gut an der Mutter fest und wird von dieser liebevoll versorgt.

Vater des Neuankömmlings ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der neun Jahre alte Schimpansenmann Azibo, der ebenso wie die anderen Gruppenmitglieder Kontakt zum Neuankömmling aufgenommen hat. Das Geschlecht von Changas Nachkommen ist noch nicht bekannt. Der letzte Nachwuchs bei den Westafrikanischen Schimpansen kam im Jahr 2021 zur Welt.

Weg ins Pongoland zum Baby-Besuch

Wer sich in diesen Tagen auf den Weg ins Pongoland zum obligatorischen Baby-Besuch macht, kommt durchaus ins Staunen: Die „Winzigen Giganten“ säumen die Wege im Leipziger Zoo – eine Deutschland-Premiere für die Sonderausstellung. 27 XXL-Exponate sind in einer Höhe von bis zu 2,50 Metern und einer Breite von bis zu drei Metern zeigen detailreichdie Blattschneiderameise, den Glasflügelfalter oder die Große Chinesen-Mantis in Übergröße.

Auch dieser riesige Käfer ist Teil der Zoo-Ausstellung "Winzige Giganten". Foto: Zoo Leipzig
Auch dieser riesige Käfer ist Teil der Zoo-Ausstellung „Winzige Giganten“. Foto: Zoo Leipzig

Die Gefahr für Insekten durch Klima- und Lebensraumveränderungen ist in aller Munde – der Zoo Leipzig möchte mit der erstmals in Deutschland gezeigten Ausstellung auf ihre Bedeutung für Ökosysteme und damit Lebensräume aufmerksam machen. Außerdem geht es um ihre faszinierenden Fähigkeiten sowie beeindruckende Details des Körperbaus, von denen der Mensch lernen kann. „Die Ausstellung kombiniert in faszinierender Weise das Kennenlernen von Tierarten im Zusammenhang mit ihren Lebensräumen und zeigt auf, weshalb es wichtig ist auch den Schutz der Kleinsten im Auge zu behalten“, erklärt der Leipziger Zoodirektor.

Unter den Ausstellungsstücken sind sowohl einheimische Insekten als auch Vertreter verschiedener Kontinente. Einen Schwerpunkt bilden die asiatischen Arten, die den Bezug zur Kampagne des Europäischen Zooverbandes (EAZA) unter dem Namen „Vietnamazing“ herstellen – mit dieser Aktion werden die Kräfte zum Schutz und zur Rettung bedrohter Arten gebündelt (Infos: www.vietnamazing.eu). In der Sonderausstellung des Zoo Leipzig ist die Macao-Papierwespe ebenso zu sehen wie Nui Chua Stabschrecke.

Infos: www.zoo-leipzig.de

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