Leipzig startet Pilotprojekt für Solar-Carports

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Der erste Spatenstich für eine große PV-Carport-Anlage erfolgte dieser Tage an der Neuen Messe - mit dabei sind Thomas Dienberg, Heiko Rosenthal, Sebastian Scheel und Dr. Maik Piehler (v.l.). Foto: L-Gruppe
Der erste Spatenstich für eine große PV-Carport-Anlage erfolgte dieser Tage an der Neuen Messe - mit dabei sind Thomas Dienberg, Heiko Rosenthal, Sebastian Scheel und Dr. Maik Piehler (v.l.). Foto: L-Gruppe

Ein innovatives Projekt wird an der Neuen Messe in Leipzig verwirklicht: Mit dem ersten Spatenstich fiel in diesen Tagen der Startschuss für den Bau von Photovoltaik-Carports. Die Dimensionen der Pilotprojekts sind beeindruckend: Über 330 Park-And-Ride-Parkplätzen werden über 2100 Solarpaneele gebaut – im Mai 2027 soll die Anlage in Betrieb gehen.

Dies leistet die Anlage

„Die neue P+R-Anlage ist für eine jährliche Stromerzeugung von 915.000 Kilowattstunden ausgelegt. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von rund 300 Haushalten“, sagt Dr. Maik Piehler, Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke. „Als Impulsgeber für erneuerbare Energien bündeln wir dafür vor Ort unsere Kompetenzen für die Gestaltung einer lebenswerten und klimafreundlichen Stadt. PV-Carport-Strom ist lokal erzeugter ökologischer Strom, der bereits vorhandene, versiegelte Flächen nachhaltig nutzt.“

Die Idee: Urbane Verkehrsflächen werden zu nachhaltigen Energielieferanten. Dazu erklärt Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal: „Da dieser saubere Solarstrom direkt in das Netz unserer Stadt fließen wird, ist er künftig ein echter Mehrwert für alle Leipzigerinnen und Leipziger.“

Zudem nutze man damit die Parkplatzflächen doppelt – und vermeide es, weitere Flächen zu versiegeln. Möglich wird das Pilotprojekt auch dank der Förderung aus den Mitteln des Kommunalen Energie- und Klimabudgets. Dabei wurden der Stadt Leipzig vom Freistaat Sachsen in den Jahren 2023 und 2024 jeweils eine Million Euro zugewiesen, die explizit für den Ausbau erneuerbarer Energien vorgesehen sind.

Ein Win-Win-Sache für alle Beteiligten

Unterm Strich sind sich alle Beteiligten von der Stadtverwaltung, den Leipziger Stadtwerken und deren Tochter Leipziger Kommunale Energieeffizienz GmbH (LKE) einig: Das ist eine Win-Win-Angelegenheit. Mit der Nutzung von E-Ladesäulen vor Ort und dem direkten Umstieg auf den ÖPNV (Straßenbahnanbindung/S-Bahn-Anbindung) verfolgt man auch den Ansatz der nachhaltigen Mo­bilität.

Zusätzlich wird ein begrüntes Muldenrigolen-System zur Rückhaltung und Versickerung von Niederschlagswasser eingebaut, um die Menschen vor möglichen Starkregenereignissen in Zukunft besser zu schützen. red./jw

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