Universitätsbibliothek Leipzig bekommt Sammlung von Alastair Jollans als Geschenk

0
73
Was für ein Schatz: Über eine bemerkenswerte Schenkung kann sich das Team der Bibliotheca Albertina um Dr. Anne Lipp (l.) freuen. Foto: Thomas Kademann
Was für ein Schatz: Über eine bemerkenswerte Schenkung kann sich das Team der Bibliotheca Albertina um Dr. Anne Lipp (l.) freuen. Foto: Thomas Kademann

Was für eine Schenkung: Der britische Bibliophile Alastair Jollans übergibt seine Sammlung des Bernhard Tauchnitz Verlags – darunter rund 5000 Bände der legendären „Collection of British and American Authors“ – an die Universitätsbibliothek Leipzig (UBL). Damit kehrt ein bedeutender Teil des verlegerischen Erbes der Buchstadt Leipzig an seinen Ursprungsort zurück und wird für die Forschung aufbereitet.

Moment für die Ewigkeit

Was für ein Moment für die Ewigkeit: Ein Verlagserbe kehrte gewissermaßen zurück nach Leipzig und zwar am Mittwoch, 10. Juni. Mit dabei ist der Sammler (und Schenker) Alastair Jollans, aber auch der Laudator Professor Charles Johanningsmeier von der Universität Nebraska. Und sie haben eine wunderbare Aufgabe – sie präsentieren der staunenden, buchbeflissenen Öffentlichkeit ausgewählte Bände aus einer einzigartigen Sammlung, die nun ihren Platz in der Bibliotheca Albertina finden wird.

Der Hintergrund: Die Sammlung von Alastair Jollans zählt zu den umfangreichsten privaten Beständen der berühmten Tauchnitz Edition und ist mit ihrem Fokus auf Erstausgaben weltweit einzigartig. Seit 1841 machte der Leipziger Verleger Bernhard Tauchnitz zeitgenössische englischsprachige Literatur für ein europäisches und weltweites Publikum preiswert und im handlichen Format zugänglich.

Bis zur Zerstörung des Leipziger Verlagsgebäudes im Zweiten Weltkrieg erschienen in der Reihe insgesamt 5370 Bände von über 700 Autorinnen und Autoren mit rund 40 Millionen Exemplaren. Die Bücher waren weltbekannt und dienten Generationen von Leserinnen und Lesern in Kontinentaleuropa und darüber hinaus als literarische Unterhaltung und zugleich als Sprachlernmittel.

„Großer Glücksfall“

„Die Schenkung ist ein großer Glücksfall, nicht nur für die Universität, sondern für den Buchstandort Leipzig“, unterstreicht Dr. Anne Lipp, Direktorin der UBL, die Bedeutung des Ereignisses: „Derzeit erschließen wir die Sammlung, damit diese künftig für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit zugänglich sein wird.“ red./jw

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here